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Fond
  1. Stiftsgeschichtlicher Überblick
  2. Lage und Name

    Wenige Kilometer vor dem Eintritt der Enns in das wildromantische Gesäuse liegt inmitten einer großartigen Gebirgslandschaft in einem weiten Talbecken die Marktgemeinde Admont mit dem gleichnamigen Benediktinerstift, dem ältesten bestehenden Kloster der Steiermark. Die Gegend hier ist uralter Siedlungsboden und wird schon im Jahre 859 erstmals urkundlich genannt. Weitaus älter noch ist allerdings der Name „Admont“, der von einer altslawischen Bezeichnung jenes Baches herzuleiten ist, der – von Süden kommend – durch den Ort zur Enns fließt. Der ursprüngliche Name dieses Gewässers, das nun schon seit längerer Zeit Lichtmessbach genannt wird, bedeutet „anschwellendes Wasser“ oder „Wasserwirbel“; er weist damit auf die verheerenden Überschwemmungen hin, die dieser Wildbach bis zu seiner Regulierung immer wieder angerichtet hat.

     Die ältesten Schreibweisen des Ortsnamens lauten „Ademundi“, „Adamunta“ und dann in der verkürzten Form „Admunt“; das „u“ ist erst in späterer Zeit durch das „o“ ersetzt worden und hat sich vereinzelt noch bis ins 16. Jahrhundert gehalten. Somit erweist sich die beliebte und bis in jüngste Zeit verbreitete Ableitung vom lateinischen „ad montes“ („zu den Bergen“) als unzutreffend, wenngleich die Landschaft selbst mit ihrer prächtigen Gebirgskulisse eine solche Deutung zu rechtfertigen scheint.

    Im topographischen Erscheinungsbild sind natürlich die Berge das dominierende Element, da sie das weite (ehemals auch ausdrücklich als „Admont-Tal“ bezeichnete) Talbecken nahezu von allen Seiten umschließen und mit ihren höchsten Erhebungen auf über 2.200 Meter ansteigen. Schon ein mittelalterlicher Chronist hatte festgestellt, dass diese Berge gleichsam einen schützenden Gürtel um das Tal bilden und dass der Blick hier stets nach oben gelenkt wird – entweder zu den Bergen oder zum Himmel. Ein solcher Ort musste demnach auch aus spirituellen Überlegungen als überaus geeignet für eine Klostergründung erscheinen, doch entspricht Admont damit ganz offenkundig nicht der gängigen (allerdings höchst fragwürdigen) Vorstellung, wonach es für ein benediktinisches Ordenshaus „typisch“ sei, dass es auf einem Berg und nicht in einem Tal liege.

    Die Klostergründung

    Der ganze Landstrich an der mittleren Enns war ursprünglich königliches Gut, das im Laufe der Jahrhunderte durch Schenkungen in verschiedene Hände kam, vor allem an die Erzbischöfe von Salzburg und (nach einer späteren Überlieferung) an die Grafen von Friesach. Die wohl bekannteste Persönlichkeit aus dieser Familie, die heilige Hemma von Gurk, soll vor ihrem Tod (um 1045) diese obersteirischen Besitzungen dem Salzburger Erzbischof Balduin mit dem Auftrag übergeben haben, die Güter für die Stiftung eines Klosters zu verwenden. Bis dahin sollten aber noch drei Jahrzehnte vergehen: Erst dem tatkräftigen Erzbischof Gebhard, der kurz zuvor das ebenfalls von Hemma gestiftete Nonnenkloster in Gurk in einen Bischofssitz umgewandelt hatte, ist die Gründung eines Männerklosters in Admont zu verdanken. Gebhard selbst hat am 29. September 1074 die Klosterkirche zu Ehren des heiligen Märtyrer-Bischofs Blasius geweiht, die ersten Mönche kamen aus St. Peter in Salzburg.

    Die Gründung des Stiftes Admont stand jedoch, was die äußeren Zeitumstände betraf, unter keinem allzu günstigen Stern. In den Wirren des Investiturstreites hatte die Abtei wegen der papsttreuen Gesinnung ihres Gründers mancherlei Anfeindung und Gewalttätigkeit zu erleiden. Erzbischof Gebhard, der in diesen unruhigen Zeiten viele Jahre im Exil verbringen musste, wurde nach seinem Tod (1088) in dieser seiner Lieblingsstiftung begraben. Sein Todestag (der 15. Juni) wird im Stift Admont alljährlich ebenso festlich begangen wie der Gedächtnistag der heiligen Hemma (der 27. Juni), auf deren großzügige Stiftung man die Anfänge des Ordenshauses in späterer Zeit zurückgeführt hat.

    Blütezeiten im Hoch- und Spätmittelalter

    Nach den drangvollen Jahren seiner frühesten Geschichte erholte sich das Kloster mit dem Eintritt in den Kreis der von Cluny und Hirsau ausgehenden monastischen Reform erstaunlich rasch, und dank der Unterstützung durch die Salzburger Erzbischöfe entwickelte es sich bald zu einem weithin ausstrahlenden geistlichen und geistigen Zentrum allerersten Ranges. Um 1120 wurde dem Stift auch ein Frauenkloster nach der Benediktus-Regel angeschlossen, dessen Nonnen sich durch ihre hohe Bildung, vorbildliche Frömmigkeit und literarische Tätigkeit einen bedeutenden Ruf erwarben. Das Männerkloster wurde im 12. Jahrhundert selbst zu einem wichtigen Träger der klösterlichen Reformbewegung – zahlreiche Mönche von Admont wurden damals zur Abtwürde in verschiedene österreichische und süddeutsche Ordenshäuser berufen. Eine herausragende Persönlichkeit war um diese Zeit der Mönch und spätere Abt Irimbert, der in den Jahren nach 1150 ein umfangreiches Kommentarwerk zu den Geschichtsbüchern des Alten Testaments geschaffen hat. Schon damals wurden dem Stift mehrere große Pfarren übergeben, aus denen sich im Laufe der Jahrhunderte ein weit gespanntes Netz von Seelsorgsstationen entwickelt hat.

    Bis zum Ausklang des Mittelalters war Admont sodann eine der hervorragendsten Stätten der Pflege von Wissenschaft, Kultur und Kunst in der Steiermark. Da es die Äbte verstanden hatten, den Stiftsbesitz durch kluge Wirtschaftsführung weiter zu vergrößern, war das Kloster bald auch außerhalb des Landes reich begütert – in Kärnten, Tirol, Salzburg und Bayern sowie in Ober- und Niederösterreich. Diese starke wirtschaftliche Position bildete die Voraussetzung für die geistlichen, kulturellen und sozialen Unternehmungen des Stiftes, wie sie etwa in seinem leistungsfähigen Skriptorium und im umfangreichen künstlerischen Schaffen, aber auch in einem vorbildlichen Fürsorgewesen zum Ausdruck kamen. Die bemerkenswerteste Gestalt dieser Epoche und eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der Stiftsgeschichte überhaupt war zweifellos Abt Engelbert (1297-1327), der als einer der vielseitigsten Gelehrten seiner Zeit gelten kann und eine Fülle von wissenschaftlichen Abhandlungen hinterlassen hat.

    Reformation und katholische Reform

    Nach der lang anhaltenden Epoche spätmittelalterlicher Blüte geriet das Stift seit dem frühen 16. Jahrhundert, wie fast alle Ordenshäuser im Lande, in eine Zeit des Niedergangs, der wiederum von den äußeren Zeitumständen mitbestimmt war. Für die Finanzierung der Türkenkriege musste das Kloster 1529 ein Viertel seiner Besitzungen verkaufen und den Erlös dem Kaiser zur Verfügung stellen. Damals und in den folgenden Jahrzehnten wurden fast alle außerhalb der Steiermark gelegenen Güter verkauft, doch war der verbliebene Besitz noch immer von einer respektablen Größe. Schwerer als die Verminderung der ökonomischen Substanz wog jedoch die weitgehende Entvölkerung des Klosters durch das Eindringen des reformatorischen Gedankengutes, sodass hier im Jahre 1581 nur mehr zwei Patres anzutreffen waren. Das Nonnenkloster war den Zeitumständen völlig zum Opfer gefallen und ist späterhin nicht wieder errichtet worden.

    Im Zuge der seit dem späten 16. Jahrhundert einsetzenden katholischen Reform und mit dem Vordringen der kirchenpolitisch motivierten „Gegenreformation“ erlebte das Stift jedoch eine neue Konsolidierung und es konnte in der Folge eine überaus gedeihliche Entwicklung nehmen. Tatkräftige Äbte, zunächst von auswärts hierher berufen, stellten das Ordenshaus wieder auf eine gesicherte personelle und wirtschaftliche Grundlage und schufen so die Voraussetzungen für eine neuerliche Entfaltung reichen kulturellen Lebens. Schon bald nach 1600 wurden die Kirche und das Stiftsgebäude einer durchgreifenden Um- und Neugestaltung unterzogen, wobei man mit der mittelalterlichen Bausubstanz des Klosters durchaus nicht schonend umgegangen ist. Somit hat sich das Stift Admont bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts schon in jenem weitgehend neuen baulichen Zustand präsentiert, der sodann das äußere Erscheinungsbild des Klosters in der Folge für mehr als ein Jahrhundert prägen sollte.

    Kunst und Kultur im Hoch- und Spätbarock

    Um diese Zeit hatte das kulturelle Leben im Stift auch sonst beachtliche Aktivitäten aufzuweisen. Unter Abt Urban Weber (1628-1659), der allenthalben im Stift sowie auf dessen Pfarren und Besitzungen als Bauherr seine Spuren hinterlassen hat, wurde 1644 in Admont ein Gymnasium eingerichtet, das nach dem Vorbild der Jesuitenschulen organisiert war und jene Tradition des höheren Schulwesens begründete, die bis zum heutigen Tag zu den nicht weg zu denkenden Aufgabenbereichen der Abtei gehört. Die künstlerische Tätigkeit erreichte im 17. Jahrhundert in Admont einen beachtlichen Höhepunkt im Werk des Laienbruders Benno Haan, der als begnadeter Kunststicker eine große Anzahl prächtiger Ornate geschaffen hat.

    Die spätere Barockzeit ist im Stift Admont hingegen mit dem Namen des Bildhauers Josef Stammel verbunden, der den größten Teil seines Lebenswerkes unserem Kloster gewidmet und sich insbesondere in den Skulpturen der Stiftsbibliothek ein unvergängliches Denkmal gesetzt hat. Der ehrgeizige Plan zu einer nochmaligen, diesmal spätbarocken Umgestaltung der Stiftsgebäude um die Mitte des 18. Jahrhunderts ist allerdings nur zum Teil verwirklicht worden. Die von Gotthard Hayberger vorgelegten Entwürfe für einen geradezu gigantischen Neubau erwiesen sich von Anfang an als undurchführbar und sind dann nur in bescheidenerem Maße in Angriff genommen worden. Auch diese Bautätigkeit, späterhin von Josef Hueber fortgesetzt, kam nach einigen Jahrzehnten zum Erliegen, sodass sich das Stift Admont von da an als eine malerisch anmutende Verbindung von „altem“ Stiftsgebäude aus der Zeit vor 1650 und dem „Neugebäude“ aus dem 18. Jahrhundert darstellte. Zu dieser Zeit dürfte es, was seine Ausmaße anbelangte, nicht nur das größte Ordenshaus, sondern das weitläufigste Gebäude der Steiermark überhaupt gewesen sein.

    Josephinismus, Wirtschaftskrise und Konsolidierung

    Der drohenden Aufhebung zur Zeit des josephinischen Klostersturms in den 1780er-Jahren konnte das Stift Admont glücklicherweise entgehen, obwohl von Seite der Regierung die Auflösung der altehrwürdigen und um die Kultur im Lande so hoch verdienten Abtei bereits beschlossen war. Gerade in dieser Hinsicht hat sich das Stift in der Zeit um 1800 besonders hervorgetan, sodass es damals als das größte Bildungszentrum der Steiermark nach der Landeshauptstadt Graz gelten konnte: Neben dem bereits erwähnten Gymnasium und einer 1777 errichteten „Normal-Hauptschule“ mit angeschlossener Lehrerbildungsanstalt gab es hier eine philosophische Lehranstalt, an der man in besonderem Maße auf die Pflege der Naturwissenschaften bedacht war, und einen theologischen Studienbetrieb, in dem die Klosterjugend eine vollwertige akademische Ausbildung erhielt. Seit 1804 waren überdies die Lehrerstellen des Grazer Gymnasiums für mehrere Jahrzehnte mit Admonter Benediktinern besetzt, die um diese Zeit auch an anderen höheren Schulen tätig waren und zeitweilig sogar einige Lehrkanzeln an der Universität der Landeshauptstadt innehatten.

    Die Seele dieser rührigen Bildungsstätte im Stift Admont war Abt Gotthard Kugelmayr, der neben seiner weit gespannten Tätigkeit als Stiftsvorsteher auch noch so manche Aufgabe im Dienst der Öffentlichkeit wahrzunehmen hatte und bei Erzherzog Johann in hohem Ansehen stand. Die Zahl der Klosterangehörigen war um diese Zeit mit etwa 90 Konventualen eine der höchsten in der Stiftsgeschichte, doch waren damals außer den genannten Lehranstalten auch noch jene vielen Pfarren zu besetzen, deren Betreuung dem Kloster im Laufe der Jahrhunderte übertragen worden war und deren Zahl sich im späten 18. Jahrhundert noch zusätzlich auf mehr als 40 erhöht hatte.

    So glanzvoll und bedeutsam sich das Stift Admont im frühen 19. Jahrhundert im Hinblick auf sein kulturelles und seelsorgerliches Wirken darstellte, so schlimm war seine wirtschaftliche Situation geworden, wozu natürlich auch die politischen Ereignisse der Zeit, vor allem die Franzosenkriege mit ihren Folgen, einen erheblichen Teil beigetragen hatten. Nur mit großer Mühe und unter schwierigsten Bedingungen gelang es dem Stiftsadministrator und späteren Abt Benno Kreil, die Finanzen zu sanieren und dem großen Wirtschaftskörper dann ab 1850 auch nach dem Ende der grundherrschaftlichen Verwaltungs- und Betriebsstruktur eine lebensfähige Grundlage zu sichern.

    Vom großen Brand bis zur Enteignung 1939

    In diese viel versprechende Entwicklung unter nunmehr geänderten Zeitumständen fiel jene Katastrophe, die alle bis dahin im Laufe der Stiftsgeschichte eingetretenen Schicksalsschläge übertraf. Am 27. April 1865 brach in einem Haus im Markt Feuer aus, das mit ungeahnter Schnelligkeit auf die Stiftsgebäude übergriff und sie zum allergrößten Teil in Schutt und Asche legte. Der herrliche Bibliothekssaal mit seinem kostbaren Bücherbestand konnte allerdings gerettet werden, und der Umstand, dass diese unschätzbare Kostbarkeit die Katastrophe ohne Schaden überstanden hatte, machte dem obdachlosen Konvent zusätzlich Mut, das schwierige und kostspielige Werk des Wiederaufbaues in Angriff zu nehmen. Die aus dem 17. Jahrhundert stammenden Trakte des „Altgebäudes“, die von den Flammen besonders arg beschädigt worden waren, mussten fast völlig abgetragen werden, während man die drei großen Trakte des „Neugebäudes“ weitgehend in ihrer ursprünglichen Gestalt wieder instand setzen konnte. Die durch den Brand zerstörte Kirche wurde mit Ausnahme des weniger stark betroffenen Presbyteriums abgebrochen und innerhalb von nur drei Jahren von Wilhelm Bücher auf den alten Fundamenten in neugotischen Formen aufgebaut.

    Doch wie schon seinerzeit der große Plan Haybergers nur zu einem Teil ausgeführt worden war, blieb auch der Wiederaufbau nach dem Brand von 1865 ein Torso: Weder der auf den Plänen vorgesehene Verbindungsbau vom Südtrakt zur Kirche noch der Quertrakt durch den inneren Stiftshof sind ausgeführt worden. Auch in späterer Zeit war an eine Wiederaufnahme der Bautätigkeit nicht zu denken: Während des Ersten Weltkriegs hatte das Stift wie viele andere österreichische Ordenshäuser in patriotischer Gesinnung seine finanziellen Reserven durch die Zeichnung hoher Kriegsanleihen weitgehend erschöpft, und in der Zeit der allgemeinen Wirtschaftskrise der frühen 30er-Jahre geriet das Kloster überhaupt an den Rand des Bankrotts. Die Leitung wurde daraufhin von höchster kirchlicher Stelle dem Administrator und späteren Abt Bonifaz Zölß übertragen, dem es mit rigoroser Sparsamkeit und zahlreichen Verkäufen von Liegenschaften, Kunstwerken und Handschriften gelang, die Stiftökonomie wieder ins Lot zu bringen.

    Die Freude über diesen Erfolg war aber nur von kurzer Dauer. Nach Österreichs „Anschluss“ an das Deutsche Reich wurde das Stift von den neuen politischen Machthabern zunächst unter kommissarische Verwaltung gestellt und 1939 nach dem Gesetz über die „Einziehung von volks- und staatsfeindlichem Besitz“ völlig enteignet. Die Klosterangehörigen mussten ihr Ordenshaus verlassen und lebten in den verschiedenen Pfarren verstreut, doch hat es der Abt auch in dieser schweren Zeit verstanden, der Kommunität auch weiterhin das Bewusstsein der Zusammengehörigkeit zu erhalten.

    Vom Neubeginn im Jahre 1945 bis ins neue Jahrtausend

    Im Herbst 1945 konnten die Patres in das Stift zurückkehren, das klösterliche Leben wieder aufnehmen und mit der Rückstellung der Gebäude und Besitzungen auch wieder in ihre früher ausgeübten Tätigkeitsbereiche in Schule, Erziehung und Wirtschaftsverwaltung eintreten. Der Neubeginn war nach anfänglichen Schwierigkeiten schon bald durch eine überaus erfreuliche Entwicklung gekennzeichnet, die untrennbar mit dem Namen des Abtes Koloman Holzinger (1956-1978) verbunden ist. Was in den 22 Jahren seiner Regierungszeit geschaffen wurde, hat weithin dazu beigetragen, der Abtei jenes hohe Ansehen zu verleihen, das sie heutzutage innerhalb des Ordens, der Diözese und der Öffentlichkeit auf seelsorglichem, schulischen, kulturellem und wirtschaftlichem Gebiet genießt. Im ökonomischen Bereich ist vor allem die durchgreifende Modernisierung der Forstwirtschaft und die Gründung der STIA Holzindustrie zu nennen. Das Jubiläumsjahr 1974 brachte dann mit der Errichtung eines großzügig dimensionierten Schulgebäudes den Beginn einer neuen Epoche in der Geschichte des Stiftsgymnasiums

    Nachdem schon unter Abt Benedikt Schlömicher einige wesentliche zukunftsweisende Entscheidungen gefallen waren, ist in allerjüngster Zeit eine Vielfalt von Aktivitäten zu verzeichnen; diese sind mit dem Namen des Abtes Bruno Hubl verbunden, der die Leitung des Stiftes seit 1996 innehat. Die Jahrtausendwende stand im Stift Admont im Zeichen einer umfassenden Um- und Neugestaltung, insbesondere im kulturellen und touristischen Bereich: Die Schaffung einer einzigartigen Museumslandschaft und die erstmalige Gesamtrestaurierung der Bibliothek lassen den Aufenthalt in unserem Stift nun für die immer größer werdende Zahl der Besucher zu einem umso eindrucksvolleren Erlebnis werden.

    Weil man für die Realisierung des groß angelegten Museumskonzeptes auch jene Räume benötigte, in denen sich bis dahin das Archiv befunden hatte, wurde dieses an anderer Stelle neu eingerichtet. Darauf wird am Ende des archivgeschichtlichen Abschnittes ausführlicher Bezug genommen werden.

  3. Das Stiftsarchiv: Geschichte – Bestände – Räume
  4. Das Stiftsarchiv im Mittelalter

    Zwischen den Räumlichkeiten, in denen das Stiftsarchiv derzeit untergebracht ist, und dem ersten nachweisbaren Ort, an dem ehemals die Urkunden hinterlegt waren, liegen zwar in Luftlinie kaum 100 Meter, doch spannt sich dazwischen der Bogen einer rund 900-jahrigen, überaus wechselvollen Archivgeschichte. In frühester Zeit wurden die vor allem für die Sicherung von Besitzstand und Rechten so überaus wichtigen Dokumente gemeinsam mit den gottesdienstlichen Geräten in der Sakristei als einer gleichsam geheiligten Stätte aufbewahrt. Dies wird zweifellos auch in den anderen Klöstern so gehandhabt worden sein, aber für Admont wissen wir es aus einer ausdrücklichen schriftlichen Nennung: Als Erzbischof Adalbert III. von Salzburg im Jahre 1168 dem Kloster Admont die Pfarre St. Lorenzen im Paltental übergab, wies er in der hierüber ausgefertigten Urkunde ausdrücklich darauf hin, dass es in Admont üblich sei, ein solches „cirographum“ (mit der Hand geschriebenes Dokument) „in sacrario“ zu hinterlegen. Dies ist in der Geschichte des österreichischen Archivwesens die erste Nennung einer bestimmten Örtlichkeit, an dem man in hochmittelalterlicher Zeit in einem Kloster jenes Schriftgut aufbewahrte, für das sich heutzutage in der archivarischen Terminologie der wenig aussagekräftige Ausdruck „Unterlagen“ eingebürgert hat.

    Der entsprechende Bestand war damals freilich noch überschaubar, denn bis zur Mitte des 12. Jahrhunderts mochte die Zahl der Urkunden kaum zwei Dutzend umfasst haben. Den in der älteren Literatur bedauerten Verlust von unersetzlichen Dokumenten, die schon bald nach der Klostergründung durch die Auswirkungen des Investiturstreites vernichtet worden wären, hat es tatsächlich nicht gegeben, weil damals schlicht und einfach noch keine Urkunden vorhanden waren. So erwies sich auch die auf die Verhältnisse von 1074 Bezug nehmende, fälschlich so genannte „Gründungsurkunde“ im Licht der neueren Forschung als nachträglich erstelltes Güterverzeichnis aus der Zeit um 1135. Das älteste ehemals im Original vorhandene (beim Brand von 1865 vernichtete) Schriftstück war die Papsturkunde von 1104, nach der erst im Abstand von mehreren Jahren weitere päpstliche sowie erzbischöfliche, landesfürstliche und von anderen Ausstellern stammende Dokumente in das „Sacrarium“ gekommen sind.

    Bis in die Zeit um 1240 war die Zahl der Urkunden aber schon so sehr angewachsen, dass es dem Abt und seinem Konvent ratsam erschien, ein Kopialbuch anzulegen. Dieses befindet sich allerdings (zumindest seit den 1770er-Jahren) nicht im Archiv, sondern als Cod. 475 in der Handschriftensammlung der Stiftsbibliothek – und dieser archivarisch-bibliothekarischen Inkonsequenz ist es womöglich zu verdanken, dass es erhalten geblieben ist. Der genannte Kodex umfasst in seinem umfangreicheren zweiten Teil zunächst 70 und sodann, von späteren Händen nachgetragen, weitere 19 Abschriften von Urkunden aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Weil er in seinem ersten Teil eine Lebensgeschichte des Klostergründers und daran anschließend eine Darstellung der Stiftsgeschichte bis um 1240 enthält, mochte man die Handschrift primär als literarisches (nämlich historiographisches) Werk angesehen und somit der Bibliothek einverleibt haben, deren Bestände den Brand von 1865 unbeschädigt überdauert haben.

    Nicht so gut erging es jenem etwas mehr als 50 Jahre später angelegten jüngeren Kopialbuch, das offenbar im Archiv verblieben war und der genannten Katastrophe zum Opfer fiel. Dieser Band, der im alten Archiv die Signatur „Cod. III. MS“ getragen hatte, war jedoch von dem Salzburger Benediktiner P. Amandus Pachler für den Urkunden-Anhang zu seinem im Jahre 1667 vollendeten „Chronicon Admontense“ herangezogen worden. Pachler hatte für sein Werk daraus für die Zeit bis 1296 nicht weniger als 135 auf Admont bezogene Urkunden im vollen Wortlaut entnommen, und diese „Abschriften der Abschriften“ haben somit zahlreiche Dokumente, deren Originale 1865 ein Raub der Flammen wurden, zumindest ihrem Inhalt nach gerettet. Wie aus den von Pachler zitierten laufenden Nummern im „Cod. III MS“ hervorgeht, muss dieser Band in seinem ursprünglichen Umfang mindestens 251 Urkunden-Abschriften umfasst haben, zu denen später noch die Kopien von einigen Stücken aus dem 14. und 15. Jahrhundert hinzugekommen waren.

    Dieser aus dem Kopialbuch zu erschließende, bereits ziemlich ansehnliche Bestand wurde damals immer noch im „sacrarium“ aufbewahrt, war aber vom übrigen Inventar der Sakristei bereits deutlich getrennt. Im ersten Drittel des 14. Jahrhunderts begann man jedenfalls damit, die Urkunden auf den Rückseiten in roter Schrift mit Signaturen zu versehen, die aus einer Kombination von Großbuchstaben und römischen Zahlreichen bestanden. Sehr viele der heute noch vorhandenen Stücke weisen diese frühesten erhaltenen Merkmale einer archivarischen Ordnungstätigkeit auf und lassen damit vermuten, dass die Dokumente schon damals in einem eigenen Repositorium verwahrt waren.

    Das Stiftsarchiv in der frühen Neuzeit

    Als sich ab dem 15. Jahrhundert in der Verwaltung in zunehmendem Maße die Ablösung des „Urkundenzeitalters“ durch das „Aktenzeitalter“ (beziehungsweise des „Pergamentzeitalters“ durch das „Papierzeitalter“) anbahnte, betrauten die Äbte ihre persönlichen Sekretäre mit der Aufsicht über den Urkundenbestand. Dieser befand sich in Admont auch um 1530 noch „in sacrario ecclesiae“, doch ließ Abt Valentin Abel im Jahre 1563 die neu errichtete Kanzlei mit einem Zubau versehen, wo die „privilegia“ des Klosters in eisernen verschließbaren Truhen aufbewahrt wurden. Von da an bestand also im Stiftsgebäude ein eigener (heute nicht mehr eindeutig lokalisierbarer) Raum, der als Archiv bezeichnet werden kann. Dieses „Privilegia-Gwölbl“, zu dem nunmehr der Stiftskämmerer die Schlüssel besaß, wird auch noch um 1600 genannt.

    Ein neuer Abschnitt in der Admonter Archivgeschichte begann unter Abt Matthias Preininger (1615-1628), der im nördlichen Turm der Stiftskirche das noch bis weit ins 19. Jahrhundert bestehende „Turmarchiv“ einrichten ließ. Der genannte Prälat hatte der Kirche im Inneren und Äußeren ein bereits weitgehend frühbarockes Erscheinungsbild verliehen und in sein großes Umgestaltungskonzept offenbar auch das Archiv mit einbezogen. Über die Einrichtung und räumliche Gliederung dieses Archivs und damit auch über die Art der Unterbringung seiner Bestände wissen wir bedauerlicherweise nichts Näheres. Der Archivar P. Albert Muchar, der viel darin gearbeitet hat, äußerte sich aber noch um 1810 nicht sehr vorteilhaft darüber: Es sei in diesem Archiv kalt, feucht und finster; wenn man sich allzu lange darin aufhalte, setze man auf die Dauer seine Gesundheit und vor allem sein Augenlicht aufs Spiel.

    Dieses offenbar nicht sehr einladende Ambiente des „Turmarchivs“ hielt so manchen ambitionierten geistlichen Archivar aber nicht davon ab, auch weiterhin die erforderlichen Sicherungs-, Ordnungs- und Erschließungsarbeiten durchzuführen. So legte P. Christoph Schmuck im Jahre 1659 zur Sicherung des Urkundenbestandes ein Kopialbuch an, in das er die Abschriften von 744 ihm besonders wichtig erscheinenden Urkunden eintrug. Etwa 30 Jahre später ging P. Anselm Lierzer (er wurde 1707 zum Abt gewählt) daran, ein Urkunden-Inventar zu erstellen und die einzelnen Dokumente hierfür mit neuen Signaturen zu versehen, die er zusammen mit einem kurzen Regest auf kleinen aufgeklebten Zetteln jeweils auf der Rückseite anbrachte. Er bediente sich dabei eines aus Großbuchstaben und arabischen Ziffern bestehenden Signaturensystems, das eine Gliederung des Bestandes in 75 Abteilungen erkennen lässt: Die Buchstabenfolge läuft von A bis Z, sodann von AA bis ZZ und dann noch von AAA bis ZZZ. Diese Signaturen waren in der Folge bis zum Brand von 1865 in Gebrauch; der schon erwähnte P. Albert Muchar verwendete sie noch um die Mitte des 19. Jahrhunderts für die Zitierung von Admonter Urkunden in seiner achtbändigen „Geschichte des Herzogthums Steyermark.“

    Um die Mitte des 17. Jahrhunderts, noch bevor die oben genannten Arbeiten im „Turmarchiv“ erfolgten, entstand im Stift Admont ein weiteres Archiv, das allerdings dem Brand von 1865 zum größten Teil zum Opfer fiel: Weil die Äbte infolge der Neueinteilung der Salzburger Erzdiözese ab 1641 (und in der Folge dann bis 1783) von Amts wegen als Archidiakone für das Enns-, Palten- und Liesingtal fungierten (sie führten daher den klangvollen Titel „Erzpriester von Obersteyer“), erwuchs aus dieser Tätigkeit ein eigenes Archidiakonats-Archiv. Dieses war neben der Prälatur-Kapelle in einem Verbindungstrakt zwischen der Wohnung des Abtes und der Stiftskirche untergebracht und wurde deshalb auch als „Kapellenarchiv“ bezeichnet. Dessen Betreuung oblag jenem Ordensmann, der dem Abt als Archidiakonats-Sekretär zur Seite stand und in dieser Eigenschaft für den Schriftverkehr und die sich daraus allmählich formierende Registratur zuständig war.

    Archivare und Archivräume im 19. Jahrhundert

    Mit der vorhin angeführten, wenig schmeichelhaften Äußerung des P. Albert Muchar über die Verhältnisse im „Turmarchiv“ wurde bereits jener Ordensmann genannt, der in der Reihe der Admonter Stiftsarchivare nicht nur zu den bedeutendsten zählt, sondern eigentlich am Anfang dieser Reihe steht. War die Betreuung des Archivs bis dahin so gut wie ausschließlich von Patres (und mitunter auch von Sekretären aus weltlichem Stand) wahrgenommen worden, die primär mit Agenden der Verwaltung betraut waren, so begann mit Muchar, als er 1809 zum Archivar bestellt wurde, gleichsam eine neue Epoche: Als Professor an der theologischen Hauslehranstalt mit einem überaus starken Interesse an historischen Dingen war er jedenfalls der erste „wissenschaftliche“ Archivar in Admont.

    Seine Tätigkeit war von Anfang an von zwei unterschiedlichen Motivationen geprägt: Einerseits sollte er auf Wunsch von Erzherzog Johann dafür sorgen, dass die ältesten Schriftstücke (aus der Zeit bis 1300) in Abschrift an das Joanneum in Graz geschickt wurden, andererseits trug er sich mit de Absicht, eine umfassende Geschichte des Stiftes Admont auf historisch-kritischer Basis zu verfassen. Für die Erfüllung der ersteren Aufgabe vermochte er mehrere seiner Mitbrüder als Helfer zu gewinnen, das zweitgenannte Anliegen kam hingegen über das Stadium der Materialsammlung nicht hinaus. Weil er aber, als er 1823 als Professor an die Grazer Universität berufen wurde, die von ihm angefertigten Abschriften und Exzerpte an seine neue Wirkensstätte mitnahm, konnte er sie dann für die Arbeit an seinem großen landesgeschichtlichen Werk verwenden – und sie blieben überdies vom Stiftsbrand verschont. Somit verdanken wir es Muchars archivarischer Tätigkeit, dass manches Schriftgut, das 1865 ein Raub der Flammen wurde, zumindest dem Inhalt nach erhalten blieb.

    Unter seinem Nachfolger P. Urban Ecker erfolgte um 1830 die schon längst fällige Verlegung der Archivs aus dem Kirchturm in eine hierfür besser geeignete Lokalität. Eine solche glaubte man in einem allerdings nicht feuersicheren (und nicht einmal gewölbten) großen Raum im Klausurbereich gefunden zu haben, der jedoch ab 1849 eine neue Zweckbestimmung als Winterrefektorium für den Konvent erhielt. Gerade damals waren aber mit dem Ende der grundherrschaftlichen Verwaltung die Räumlichkeiten des ehemaligen Hofgerichtes im Erdgeschoß des frühbarocken Westtraktes (wo heutzutage die Forstverwaltung ihren Sitz hat) frei geworden, sodass man das Archiv dorthin verlegte. In diesen Räumen, die im Brandfall eine größtmögliche Sicherheit zu bieten schienen, ist dennoch ein beträchtlicher Teil des Archivbestandes dem Feuer zum Opfer gefallen.

    Ohne die Ursachen für diese vielleicht vermeidbaren (oder doch geringer zu haltenden) Verluste und deren Ausmaß hier im Einzelnen zu erörtern, sei hier nur angemerkt, dass wohl ein Viertel (allenfalls sogar bis zu einem Drittel) der Archivalien durch den Brand vernichtet wurden. Manche Urkunden und Akten-Faszikel tragen noch immer sichtbare Spuren dieser Katastrophe, teils als Schwärzungen, teils in Form von geschmolzenen Siegeln, deren Wachs in einigen Fällen das Pergament der Urkunden regelrecht getränkt hat. Fünf Jahre nach dem Brand, als sich im Stift und außerhalb die unzutreffende Ansicht verbreitet hatte, das Archiv sei völlig vernichtet worden, ging P. Jakob Wichner als neuer Archivar daran, aus der für ihn zunächst erstaunlich großen Menge an doch noch vorhanden Urkunden und Akten ein neues Stiftsarchiv aufzubauen. Weil alsbald auch aus den ehemaligen Grundherrschaften und aus den Pfarren weiteres Material ins Stift kam, wuchs der Bestand allmählich zu einer respektablen Größe heran.

    Bei der Ordnung dieses umfangreichen Schriftgutes griff Wichner, der bis dahin durchwegs in Ämtern der Pfarrseelsorge tätig gewesen war, sich in seinem neuen Metier aber schon bald vom Autodidakten zum anerkannten Fachmann entwickelte, auf die im alten Archiv praktizierte Systematik zurück. Er erweiterte deren Umfang auf insgesamt 125 Abteilungen, da er außer den Großbuchstaben auch die Kombinationen Aa bis Zz und Aaa bis Zzz einführte. Hierbei verband er das Provenienzsystem in einer mitunter etwas eigenwillig anmutenden Weise mit dem Pertinenzsystem, doch ist seine Archivordnung, die sich auch in dem von ihm in Zettelform angelegten Repertorium spiegelt, bis zum heutigen Tag in Gebrauch. Für das von ihm eingerichtete Archiv standen ihm zwei Räume im Erdgeschoß des Südtraktes zur Verfügung, die in der Folge noch bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts diesem Zweck dienten.

    Aus der Archivgeschichte der letztvergangenen hundert Jahre

    In seinem 33-jährigen Wirken als Stiftsarchivar (ab 1878 hatte er, wie seither auch alle seine Nachfolger, zusätzlich die Leitung der Bibliothek inne) hat P. Jakob Wichner eine so umfassende Tätigkeit entfaltet, dass nach seinem Tod der Eindruck entstehen konnte, diesem Werk sei kaum noch etwas hinzuzufügen. Sein unmittelbarer Nachfolger hat denn auch in einer sogar noch um zwei Jahre längeren Amtszeit im Archiv so gut wie keine Spuren hinterlassen. Ab 1945 begann jedoch nach der Rückkehr des Konvents nach dessen Vertreibung durch das NS-Regime allmählich auch für das Archiv wieder so etwas wie eine neue Epoche. Der nunmehr amtierende Stiftsarchivar P. Adalbert Krause, der hauptberuflich als Lehrer am Gymnasium tätig war, musste zunächst die vielfach verloren gegangene Ordnung wieder herstellen, konnte den Archivbestand aber wegen des akuten Platzmangels, der in den Nachkriegjahren (unter anderem wegen der Unterbringung von Flüchtlingen) im Stiftsgebäude herrschte, nur in einem einzigen Raum unterbringen.

    Im Bemühen um eine zukunftsweisende Lösung gelang es ihm, in den ebenfalls (und gleichsam um die Ecke) im Erdgeschoß gelegenen Räumlichkeiten im Südteil des Osttraktes unterhalb des Bibliothekssaales, unter Wahrung der alten Ordnungssystematik, ein neues Archiv einzurichten. P. Adalbert war hierbei nicht nur auf die technischen Belange (entsprechende Dimensionierung der Regale, Sicherheitsvorkehrungen für Eingangstür und Fenster), sondern auch auf die ästhetische Gestaltung der Räume bedacht. Er ließ von dem weststeirischen Maler Toni Hafner, der in den 1950er-Jahren auch sonst für das Stift Admont tätig war, in jedem Gewölbe ein Gemälde in Secco-Technik anbringen und stattete die Räumlichkeiten darüber hinaus mit Bildern und Skulpturen aus. Am 27. Juni 1958, dem Gedenktag der heiligen Hemma von Gurk, konnte die Einweihung und Eröffnung des neuen Stiftsarchivs erfolgen.

    Dieses ebenso großzügig bemessene wie ansprechend eingerichtete, aus zwei Magazinräumen sowie einem Arbeits- und Benützerraum bestehende Archiv konnte zu dieser Zeit und auch noch späterhin unter seinesgleichen als vorbildlich gelten. Es hat seine Funktion in der Folge durch mehr als vier Jahrzehnte erfüllt, wobei es sich in der zweiten Hälfte dieses Zeitraums allerdings als nötig erwies, die Infrastruktur durch die Bereitstellung einer Handbibliothek und zusätzlicher Arbeitsplätze für die zahlreicher werdenden Benützer zu verbessern. Darüber hinaus erfolgte nun (mit Beibehaltung der alten Signaturen) die längst fällige Trennung der Urkunden von den Akten und Büchern und ihre Aufstellung als eigene Abteilung. Dadurch wurde nicht nur ihre Handhabung im Archivalltag erleichtert und den konservatorischen Erfordernissen Rechnung getragen, sondern auch der inzwischen nötig gewordene Platz für die beträchtlichen Neuzugänge an Akten gewonnen. Diese Aktivitäten erfolgten bereits unter dem ab 1981 tätigen Stiftsarchivar Prof. Dr. Johann Tomaschek, der dieses Amt im Unterschied zu seinen durchwegs dem Admonter Konvent angehörigen Vorgängern als Stiftsangestellter weltlichen Standes bis 2014 innehatte.

    Die bereits am Ende der stiftsgeschichtlichen Übersicht erwähnten Umgestaltungen, von denen um die Jahrtausendwende fast alle Bereiche im Stiftsgebäude betroffen waren, brachten auch für das Archiv einige tief greifende Neuerungen. Die oben genannten Räumlichkeiten wurden im Rahmen des neuen Museumskonzeptes für eine spezielle Abteilung der Sammlung zeitgenössischer Kunst benötigt, was nach mehr als vierzig Jahren zu einer neuerlichen (und nun wohl für längere Zeit letztmaligen) Übersiedlung des Archivbestandes führte. Dieser fand nicht allzu weit von den früheren Räumen entfernt im selben Trakt und abermals im Erdgeschoss, um mehrere Fensterachsen nach Norden verschoben, eine neue Unterkunft. Das hier eingerichtete und im Sommer des Millenniumsjahres 2000 seiner Bestimmung zugeführte Archivmagazin wurde mit stationären Regalen ausgestattet (eine Compactus-Anlage wäre überdimensioniert und unpraktisch gewesen), deren Stellfläche etwa 700 Laufmeter umfasst. Hiervon stehen auch jetzt noch mehr als 100 als Reserve zur Verfügung, was bei einem durchschnittlichen jährlichen Neuzugang von etwa einem Laufmeter auch noch einigen künftigen Archivaren die Möglichkeit bieten wird, neu hinzukommendes Schriftgut in angemessener Weise unterzubringen.

    Die Neugestaltung des Archivs beschränkte sich jedoch nicht auf das Magazin, sondern stellte auch die Verwaltung und die Benützung der Archivalien auf eine neue Basis. Ein großes Lesezimmer, das nunmehr die ehemals getrennten Handbibliotheken von Archiv und Stiftsbibliothek als einzigen großen Handapparat aufnimmt, steht sowohl für die Archiv- als auch für die Bibliothekbenützer zur Verfügung. Die räumliche Nähe zu den ebenfalls neu geschaffenen Aufstellungsorten für die Handschriften und Inkunabeln, für die laufend bezogenen Periodika und für einen Grossteil der Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts erleichtert darüber hinaus auch die Arbeit des in Personalunion tätigen Archivars und Bibliothekars.

    Weil die von P. Jakob Wichner ab 1870 geschaffene Systematik der Archivordnung auch weiterhin ihre Gültigkeit behält, seien dazu noch ein paar erläuternde Hinweise angebracht. Die Gliederung des Bestandes in 125 Abteilungen ist so feinmaschig ausgelegt, dass sich darin nicht nur das Schriftgut der ehemaligen Grundherrschaften, aller (zeitweilig bis zu 40) dem Stift inkorporierten Seelsorgestellen und der zahlreichen Verwaltungsämter, sondern auch noch einer Reihe weiterer Registraturbildner sowie etlicher Sammlungen unterbringen lässt. Innerhalb der einzelnen Abteilungen erfolgt die Ordnung chronologisch. Weil P. Jakob und seine Nachfolger bestrebt waren, diese Ordnung streng einzuhalten, führte dies bei der nachträglichen Einreihung älterer Stücke zur Verwendung von Subsignaturen in Form von (mitunter auch verdoppelten) Groß- oder Kleinbuchstaben.

    Die Original-Urkunden hatte Wichner seinerzeit, wie bereits erwähnt, im Sinne des Pertinenzprinzips als Bestandteil der jeweiligen Abteilung (in manchen Fällen allerdings mit eigener Nummern-Folge) behandelt und mit den entsprechenden Signaturen versehen. Diese bilden nach wie vor die Ordnungsgrundlage und stellen zugleich die Verbindung mit dem Repertorium dar, das im Zuge der Digitalisierung um eine chronologisch geordnete, alle Abteilungen umfassende Gesamtserie der Urkundenregesten bis 1550 ergänzt wurde.

    Ab 2014 ist wieder ein Admonter Benediktiner als Stiftsarchivar und –bibliothekar für umfangreichen Bestände und Sammlungen verantwortlich. MMag. P. Maximilian Schiefermüller OSB arbeitet mithilfe moderner Katalogisierungsprogramme („Archivis pro“) und anderer zeitgemäßer Hilfsmittel an einer adäquateren Erschließung der stiftischen Bestände.

  5. Literatur zum Stiftsarchiv und zu bestimmten Archivalien (Auswahl)
  6. (Barnabas Mauer), Das ehemalige Archiv des Klosters Admont. In: Beiträge zur Kunde steiermärkischer Geschichtsquellen 4 (1867), S. 150f.

    Jakob Wichner, Das Admonter Archiv in seinem gegenwärtigen Zustande. In: Beiträge zur Kunde steiermärkischer Geschichtsquellen 11 (1874), S. 71-94.

    Jakob Wichner, Über einige Urbare aus dem 14. und 15. Jahrhundert im Admonter Archive. In: Beiträge zur Kunde steiermärkischer Geschichtsquellen 13 (1876), S. 33-109.

    Josef von Zahn, Ueber ein Admontisches Formelbuch aus dem 16. Jahrhundert. In: Beiträge zur Kunde steiermärkischer Geschichtsquellen 14 (1877), S. 126-131.

    Jakob Wichner, Ein wiedererstandenes Klosterarchiv in Steiermark. – In: Archivalische Zeitschrift 3 (1878), S. 137-163.

    Josef von Zahn, Ueber ein Admontisches Formelbuch aus dem 15. Jahrhundert. In: Beiträge zur Kunde steiermärkischer Geschichtsquellen 17 (1880), S. 33-80.

    Jakob Wichner, Eine Admonter Totenrotel. In: Studien und Mittheilungen aus dem Benedictiner- und Cistercienser-Orden 5/1 (1884), S. 61-82 und 314-240; 5/2 (1884), S. 28-56 und 313-337 (Edition der Rotel von 1484/1485).

    Fritz Bünger, Admonter Totenroteln (1442-1496), Münster / Westfalen 1935 (Edition der fünf Roteln von 1442, 1447/1448, 1476/1477, 1488/1489 und 1494-1496).

    Adalbert Krause, Das neue Stiftsarchiv in Admont, Admont 1958 (S. 5-7 Archivgeschichte, S. 10-23 Bestandsübersicht).

    Franz Kremser, Besitzgeschichte des Benediktiner-Stiftes Admont 1074 – 1434 im Spiegel der Urkunden. Dissertation an der Philosophischen Fakultät der Universität Graz, 1969.

    Friedrich Hausmann, Albert von Muchar, sein Weg zur Geschichtswissenschaft und seine „verlorene“ Geschichte des Stiftes Admont. In: Hermann Wiesflecker und Othmar Pickl (Hg.), Beiträge zur allgemeinen Geschichte, Alexander Novotny zur Vollendung seines 70. Lebensjahres gewidmet, Graz 1975, S. 61-77.

     Friedrich Hausmann, Die Admonter „Salbücher I-IV“. Ihre Vernichtung und die Wiederherstellung ihres Inhalts in Übersicht. – In: Zeitschrift des Historischen Vereins für Steiermark 91/92 (2000/2001), S. 151-231.

    Johann Tomaschek, Das Strechauer Hoffman-Archiv im Stiftsarchiv Admont. In: Oskar Pausch (Hg.), Strechoviensia I (Strechau 2003), S. 33–50.

  7. Monographische Publikationen, in denen Drucke oder Regesten von Admonter Urkunden zu finden sind
  8. Bernardus Pez (Ed.), Codex Diplomaticus monasterii Admontensis. In: Thesaurus Anecdotorum Tom III / Pars 3, Augsburg 1721, Sp. 657-804.

    J. P. von Ludewig, Diplomatarium Admontense in Styria. In: Reliquiae manuscriptorum omnis aevi diplomatum ac monumentorum ineditum adhuc, Tom. 4, Frankfurt/Main und Leipzig 1722, S. 170-191.

    Albert von Muchar, Geschichte des Herzothums Steiermark. Vierter Theil: Bis 1192, Graz 1848. – Fünfter Theil: 1192-1283, Graz 1850. – Sechster Theil: 1283-1373, Graz 1859. – Siebenter Theil: 1373-1457, Graz 1864. – Achter Theil: 1458-1558, Graz 1867.

    Jakob Wichner, Geschichte des Benediktiner-Stiftes Admont. Band I: Bis 1177, Admont 1874, S. 224-308 (Urkunden-Buch Nr. 1-66). – Band II: 1178-1297, Admont 1876, S. 202-476 (Urkunden-Buch Nr. 68 (!) -343). – Band III: 1297-1466, Admont 1878, S. 210-497 (Urkunden-Buch Nr. 344-585). – Band IV: Von 1466 bis 1874, Admont 1880, S. 456-653 (Urkunden-Buch Nr. 588-712).

    Urkundenbuch des Herzogt(h)ums Steiermark, J(osef) (von) Zahn (Bearb.), I. Band: 798-1192, Graz 1875. – II. Band: 1292-1246, Graz 1879. – III. Band: 1246-1260, Graz 1903. – Hans Pirchegger und Otto Dungern (Bearb.), Ergänzungsheft zu den Bänden I bis III. – Gerhard Pferschy (Bearb.), IV. Band: 1260-1276, Graz 1975.

    Regesten des Herzogtums Steiermark, Annelies Redik (Bearb.), 1. Band: 1308-1319, Graz 1976. – 2. Band: 1320-1330, Graz 2008.

     Monumenta Historica Ducatus Carintiae. August von Jaksch (Bearb.), 1. Band: Die Gurker Geschichtsquellen 864-1232, Klagenfurt 1896. – 2. Band: 1233-1269, Klagenfurt 1898. – 3. Band: Die Kärntner Geschichtsquellen 811-1202, Klagenfurt 1904. – 4. Band: 1202-1269, Klagenfurt 1906. – Hermann Wiessner (Bearb.), 5. Band: 1269-1286, Klagenfurt 1956. – 6. Band: 1286-1300, Klagenfurt 1958. – 7. Band: 1300-1310, Klagenfurt 1961. – 8. Band: 1310-1325, Klagenfurt 1963. – 9. Band: 1326-1335, Klagenfurt 1965. – 10. Band: 1335-1414, Klagenfurt 1968. – 11. Band: 1414-1500, Klagenfurt 1972.

    Urkundenbuch des Landes ob der Enns. Verwaltungs-Ausschuss des Museums Francisco-Carolinum zu Linz (Hg.), 2. Band (777-1230), Wien 1856. – 3. Band (1231-1282), Wien 1862. – 4. Band (1283-1308), Wien 1867. – 5. Band (1308-1330), Wien 1868. – 6. Band (1331-1346), Wien 1872. – 7. Band (1347-1360), Wien 1876. – 8. Band (1361-1375), Wien 1883. – 9. Band (1376-1380), Linz 1906. – Erich Trinks (Bearb.), 10. Band (1381-1390), Linz 1933-1939. – 11. Band / 1. Teil (1391-1399), Linz 1941-1956.

    Die Regesten der Erzbischöfe und des Domkapitels von Salzburg. Franz Martin (Bearb.), 1247-1343. I. Band: 1247-1290, Salzburg 1928. – II. Band: 1290-1315, Salzburg 1931. – III. Band: 1315-1343, Salzburg 1934.

    Tiroler Urkundenbuch II: Die Urkunden zur Geschichte des In-,Eisack- und Pustertales. Martin Bitschnau und Hannes Obermair (Bearb.), Band 1: Bis zum Jahr 1140, Innsbruck 2009. – Band 2: 1140 bis 1200, Innsbruck 2012.

    Urkundenbuch zur Geschichte der Babenberger in Österreich. H(einrich) Fichtenau und E(rich) Zöllner (Bearb.), 1. Band: Siegelurkunden bis 1215, Wien 1950. – 2. Band: Siegelurkunden von 1216 bis 1279, Wien 1955. – Heinrich Fichtenau und Heide Dienst (Bearb.), 4. Band / 1. Halbband: Ergänzende Quellen 976-1194,Wien 1968. – Heide Dienst u. a. (Bearb.), 4. Band / 2. Halbband: Ergänzende Quellen 1195-1287, Wien-München 1997.

    Die Regesten der Grafen von Görz und Tirol, Pfalzgrafen in Kärnten. Hermann Wiesflecker (Bearb.), I. Band: 957-1271, Innsbruck 1949. – Hermann Wiesflecker und Johann Rainer (Bearb.), II. Band / 1. Lieferung: Die Regesten Meinhards II. (I.) 1271-1295, Innsbruck 1952.

    Rainer Härtel, Die älteren Urkunden des Klosters Moggio (bis 1250), Wien 1985.

    Monumenta Germaniae Historica, Diplomata regum et imperatorum Germaniae. Heinrich Appelt unter Mitwirkung von Rainer Maria Herkenrath, Walter Koch und Bettina Pferschy (Bearb.), Zehnter Band / Vierter Teil: Die Urkunden Friedrichs I. 1181-1190, Hannover 1990.

    Regesta Habsburgica. V. Abteilung. Christian Lackner und Claudia Feller (Bearb.), Die Regesten der Herzoge von Österreich 1365-1395 / 1. Teilband (1365-1370), Wien-München 2007. – 2. Teilband (1371-1375), Wien-München 2010.

  9. Bemerkungen zu den Regesten
  10. Die Grundlage für die Erstellung der Regesten zu den einzelnen digitalisierten Urkunden bildeten die entsprechenden Texte in dem von P. Jakob Wichner ab 1870 angelegten handschriftlichen Archiv-Repertorium. Wenn diese den gegenwärtigen Erfordernissen in formaler und sachlicher Hinsicht nicht entsprachen, wurden zusätzlich die Regesten zu den Drucken in Wichners Stiftsgeschichte, aber auch zu neueren Editionen in den oben genannten Werken herangezogen. Die Orthographie und die Verwendung der Satzzeichen wurden durchgehend modernisiert; manche als veraltet erscheinende, aber nicht ins Gewicht fallende stilistische Besonderheiten sind hingegen beibehalten worden.

    In sehr vielen Fällen, besonders bei den Kaufrechtsbestätigungen und Verkaufsurkunden aus dem 16. Jahrhundert, war es nötig, überhaupt erst aussagekräftige Regesten zu erstellen. Im Repertorium (und dementsprechend auch in den Beschriftungen auf den Umschlaghüllen der Urkunden) steht dort meist nur „Kaufbrief“ oder „Schirmbrief“ mit Nennung des Objekts, jedoch ohne Angabe von Aussteller und Empfänger. Auch die Datierungen, die sich bei diesen jüngeren Urkunden meistens auf die Jahreszahl beschränkten, mussten fast durchwegs erst aufgelöst werden.

    Die Ortsnamen werden nun entweder in moderner Schreibweise oder als gekennzeichnete Zitate in ihrer ursprünglichen Form wiedergegeben. Bei den Personennamen werden prominente Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens (Kaiser, Könige, Landesfürsten, Päpste, Bischöfe, Äbte) mit dem Vornamen (allenfalls mit der entsprechenden Ordnungszahl) in der heute üblichen Schreibweise bezeichnet, bei Angehörigen bekannter Adelsfamilien wird auch der Familienname in der heute gebräuchlichen Form angesetzt. Bei den Namen von Personen aus bäuerlichem und bürgerlichem Stand, aber auch beim Seelsorgeklerus, gilt folgende Regelung: Bei den Vornamen wird (von wenigen spezifischen Ausnahmen abgesehen), die in den modernen Namenslexika anzutreffende Form verwendet. Bei den Familiennamen wird hingegen, ebenso wie bei den Haus- oder Vulgo-Namen von landwirtschaftlichen Anwesen, die ursprüngliche Schreibweise überall dort beibehalten, wo sich damit die Wandlungen dieser Namen ersichtlich machen lassen.

    Die Beschreibung der Siegel ist in Wichners Repertorium zumeist sehr kurz gehalten. Ausführlichere Hinweise sind fast durchwegs in seinem Urkundenbuch zu finden, das daher in vielen Fällen ergänzend herangezogen wurde. Bei auffallend vielen Urkunden (vor allem aus dem 16. Jahrhundert) fehlen die Siegel; dieses bedauerliche Manko, das schon Wichner konstatiert hat, dürfte zum großen Teil auf das Konto von Sammlern gehen.

    Zu den Signaturen ist noch folgende Besonderheit anzumerken: Wenn ein kopial auf Papier überliefertes Stück nicht in der separat aufgestellten Urkundenserie, sondern im Aktenbestand zu finden ist, wird dies durch ein beigesetztes (A) kenntlich gemacht. Steht ein A hingegen nicht in Klammern, ist es als Teil der Urkunden-Signatur anzusehen. – An Abkürzungen wird für die Quellen neben „Cod. 475“ für das Kopialbuch aus der Zeit um 1240 nur „PC“ für Pachlers „Chronicon Admontense“ von 1667 verwendet.

    Für die Urkundenbücher und Regestenwerke werden die in der geschichtswissenschaftlichen Literatur üblichen Abkürzungen verwendet. Ist eine Urkunde in Wichners Stiftsgeschichte im vollen Wortlaut abgedruckt, wird darauf mit der Angabe des Bandes und der laufenden Nummer im Urkundenbuch verwiesen; ist sie nur regestenartig im Text genannt, wird die Seitenzahl des betreffenden Bandes angegeben.

    Die Daten zu den einzelnen Urkunden sowie die bibliographischen Hinweise und die Bemerkungen zu den Regesten wurden von Katharina Tomaschek erstellt; die stifts- und archivgeschichtliche Einleitung stammt von Johann Tomaschek.