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Charter: Urkunden Schlesien und Oberlausitz, ed. Tzschoppe, Stenzel, 1832 (Google data)  CI.
Signature:  CI.

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Source Regest: Urkundensammlung zur Geschichte des Ursprungs der Städte und der Einführung und Verbreitung deutscher Kolonisten und Rechte in Schlesien und der Ober- Lausitz, Nr. CI. , S. 462
 

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  • Urkundensammlung zur Geschichte des Ursprungs der Städte und der Einführung und Verbreitung deutscher Kolonisten und Rechte in Schlesien und der Ober- Lausitz, Nr. CI. , S. 462

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    CI.

    Die Markgrafen Otto, Konrad und Johann von Brandenburg verbieten ihren Vögten und Beamteten, die Acht derjenigen, welche in der Stadt und dem Lande Bautzen wegen Ver brechen gerichtet sind, aufzuheben, bevor dieselben ihren Anklägern Genugthuung

    gegeben haben.

    12. Februar 1301.

    Aul einer, vom Originale im Stadtarchive zu Bautzen genommenen Abschrift, in der Sammlung der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften.

    Otto et Conradus et Johannes, dei gracia Brandeburgenses et de Landesberg marchiones, omnibus audituris presencia seu visuris, salutem, atque sincerara ad beneplacita voluntatem. Ex quorundara relatu audivimus, quod in terminis nostris Budessinensibus aliquociens pro nialenciis seu dampnis proscripti per ad- vocatos nostros seu officiales a proscripcionis sentencia absolvuntur et liberi di- miltuntur, consensu et volúntate lesorum ac offerisorum minime, ut tarnen ordo juris posceret, requisito. Unde cum ex eo senciamus detrimentum et gravamen nostre civitatis et terre Budessinensis incolis redundare, maturo discretorum nostrorummilitum ac vasallorum usi consilio, mandamus et volumus nunc dein- ceps pro communi jure teneri ab universis prefate terre nostre inhabitatoribus, et servari, quod nullus hominum a proscripcionis sentencia manumitti debeat, aut absolví, quin prius fit ante omnia offenso et leso de suis dampnis ac injuriis fuerit satisfactum ). In cujus evidenciam sigillari jussimus presens scriptum. Actum et datum in curia nostra Torgekow, anno domini MCGCI. in dominica, qua cantatur, Esto michi.

    CIa.

    Die Stadt Liegnitz verpflichtet sich gegen die Stadt Breslau, die von derselben erhalte nen Rechte keiner anderu Stadt aufserbalb ihres Weichbildes mitzutheilen, Rechts-

    belehi'ungen aber in Breslau zu holen.

    25. Februar 1302.

    Aus dem Originale im Archive der Stadt Breslau. Das Siegel der Stadt Liegnitz, von braunem

    Wachse, hängt an Pergamentstreifen.

    In nomine domini amen. Universa negocia, que fiunt iu tempore, ne simul labantur cum tempore, debent eternari memoria litterarum. Inde est, quare nos ad universorum tarn presencium quam futurorum déferre cupimus nocionem, uni- versitas consulum neenon civium civitatis Legnicensis, quod, habito maturo et

    ') S. oben S. 219 ff.

    Urkundenbuch. 443

    S leño consilio seniorum, meliorum ac communitatis, promisimus, firmiter spon- entes universitati consilium et civium civitatis Wratislaviensis, qui nobis ob veram nostram dileccionem et sinceram amiciciam, quam semper erga nos et nostram gesserunt civitatem, dederunt jura Megedebursia, (sic!) quod nos non debemus nee possumus eadem prefata jura dare nee venderé alicui civitati aliene et extranee, sed tamtummodo dare debemus nostris hominibus in nostro terri torio constitutis, quod wlgariter Wichbilde (sic!). Preterea promisimus pre- dicte civitati Wratislaviensi, quod, si forsitan de futuro nos contingeret in sen- tenciis et juribus predictis aliquibus aliquantulum deviare pariter et errare, illas sentencias, in quibus nobis est ambiguum scrupulus et erroris, debemus ferre in Wratislavia, cöntradiccione qualibet relegata '). Nos igitur, volentes ratum et gratum tenere rem sponsam et promissam, ipsam confirmamus, approbamus, rati- íicamus in hiis scriptis, et super eo, ne alicui in postrum (sic!) dubium aliquod processu temporis valeat suboriri, presentem paginam, nostri majoris sigilli mu- nimine duximus roborandam. Testes autem hujus sunt, Conradus de Mychaelis villa, Teodericus de Woycesdorf, cives Legnicenses, qui ex parte universitatis civium Legnicensium hoc negocium jam fatum fideliter peregerunt et alii quam plurimi viri probi, ydonei ethonesti. Datum et actum anno incarnacio (sic!) domini millesimo trecentesimo secundo, V. kalend. Marcii, per manus magistri Petri prothonotarii civitatis Wratislaviensis, cujus manibus presencia con- scribuntur.

    СП.

    Heinrich III., Herzog von Schlesien Glogau, verleihet der Stadt Glogau ein von ihm einge* holtes Rechtsweisthum der Stadt Breslau.

    3. August 1302.

    Aus dem Originale, im Archive der Stadt Glogau. Das grofse Siegel des Herzogs auf weifsem Wachse, mit dem kleinen Rücksiegel auf grünem Wachse, hängt an grünen, seidenen Faden.

    In Gotis Namen amen. "Wir, Heynrich, von Gotes Genaden eyn Erbe des Kunicriches czu Polennerlant, Herczoge von Zlezien, Herre czu Glogovv und czu Pozna, tun kunt allen Ldten, daz wir mit unsers selbis Liebe sin gegenwortik ge- west in der erbern Stat czuWratislaw vor den erbern Mannen, den Ratmannen derselben Stat czu Wratislaw, in eynem vullen Rate und haben sy gebeten umme dise Recht, wenne wir und unser Stat czu Glogow in irme Rechte sin und ly- gen2), das sy di Recht uns und unser Stat czu Glogow gebin und fruntlich myete

    ■) Vergl. Urkunden!). No. 92 und 127. und oben S. 114. 116 und 296.

    *) Vergl. Urkunden!). No. 58 und 72. Es hat demnach, doch, wenigstens im J. 1802, Glogau bereits. Breslauisches Recht gehabt, und könnte gleich anfangs damit ausgesetzt worden

    56*

    444 Urkundenbuch.

    teileten. Derselben unser Bete sy geneygit wurden und goben uns und unser StatGlogow dise Recht, di von Worten czu Worten hie her noch beschriben sten:

    Wir Ratman, Scheppfen und Burgere gemeyne von Wratislaw tun wissent lich und kunt alle den, di disen Brif hören lesin, daz wir durch Bete des edelen Fürsten, Herczogen Heynriches von Glogow, synen Burgeren der Stat czu Glo- gowe haben gegeben und gesant disen Brif mit beschribenem Rechte, also, als man in unser Stat czu Wratislaw und czu Glogow ebicclich und immerme halden sal und von alder Czyt bis her czu Rechte hat gehalden in unser Stat czu Wratis law, nach Wichbildes Jlechte.

    §. 1. Ob sich Lantlute adir Burger under en ander wunten adir Tothslege begiengen oder andir Untat und ap di Lantlute di beider Syte buzsen Wichbildes der Stat in eyme anderme Rechte, adir binnen der Stat Wichbilde gesezsen sin und binnen der Stat Wichbilde di Dinc, Wunden ader Tothslege ader ander Un tat geschee ader wurde getan, si sin Polene adir Dfitsch, Rittere adir Rittere Sune, Munczenmerstere odir ir Gesinde adir Juden, und wirt der Vridebrechere in der hanthaften Tat gevangen mit gewapenter Hant und vor Gerichte bracht, daz sal der Stat-Richtere richten noch der Stat-Scheppfen Orteil und Rechte. Wirt aber der Vridebrechere vorvluchtich, der Richter sal in lazzen voreischen, ein Werbe, ander Werbe, dritte Werbe, bi syme Namen und kumet er nicht vor, sich czu entredene und Rechtes czu pflegene, man vorvestet in alczu Hant*).

    §. 2. Ist is ouch also, daz ein Lantman einem Burgere adir ein Burgere eyneme Lantmanne binnen der Stat Wichbilde ein Pfert anesprichet adir swaz sines Gutes sy, her si Polen adir Dutsch, und sich jener an synen Geweren czuit und den benûmet und derselbe Gewere kome vor Gerichte, her sy Ritter adir swer er si, und bekenne der Gewerschaft, der muz nach der Stat Rechte aida vor Gerichte bekennen, wie daz Pfert adir daz Gut an in komen si und czuit sich der denne an einen anderen Geweren, da muz im jener volgen, alse er sich vor- mizzit nach der Stat Rechte.2).

    §. 3. Sendet ouch ein Burgere sine Pfert czu Holze adir nach Grase, di en sal im nieman underwegen in eime anderme Gerichte ufhalden, erne sulle den Pferden nachvolgen in der Stat und aida vordem vor der Stat Richtere nach der Stat Rechte.

    §. 4. Borget ein Lantman wider einem Burger, her si Ritter adir Ritteres Sune, icht und engildet is der Lantman czu sime gelobeteme Tage nicht und ku- mit in der Burgere sint der Czit an in der Stat und brenget in vor der Stat Erbe- richtere, er muz im antworten umme di Schult vor deme Richtere nach der Stat

    seyn, ohne das Magdeburger Recht von daher bekommen iu haben, was es erst im J. 1S14,

    Urkundenb. No. 116, erhielt. ,) S. oben »S. 213 if. *) Vergl. Urkundenb. No. 56. §.44. No. 86. §.7. No. 118- §.6.

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    Urkundenbuch. 445

    Rechte. Also ist is ouch und heldet uf in der Stat Rechte der Lantlute Habe und Gut, was daz und in welcher Wis daz sy *).

    §. 5. Is en sal ouch diekeyn Jude besunder verkoufen Gewant, daz er bi der Ellen versnide. He sal ouch nicht weder Pfert nach ander Vie czu Pfände nenien, iz ne si mit Wissenschaf eines Juden und eines Cristen; nymt her iz darüber, damite hat her in selber sin Recht gehoet*).

    §. 6. Nymant noch kein Man sal czu Glogow Gewant mit der Ellen sni- den, her ste denne czu Koufkameren, adir habe eine Camere, in der her snide, in deme Koufhuse 3).

    §. 7. Wer Burger czu Glogow ist und wirt geczogen ader her czie sich vor unsers Herren Antlitze, des Fürsten, ader vor synen Hoverichter, den Burger sal man nicht czihen buzzen der Stat Slosse, sunder in der Stat sal her antworten und der Stat syeben Scheppfen sullen volgen und im deme Gerichte siczczen und nach iren Urteylen und nach der Stat Recht sal di Teidinc enden und sal vorendet werden 4).

    §. 8. Wer Burger czu Glogow ist und koufet Dorfer, Vorwerc adir Gut, was Gutis daz sie, in welcher Wis daz Gut genant sy, daz in der Stat Wichbilde und Gebyet czu Glogow gelegen ist, daz Gut sal in di Stat czu Glogow gehören und mit der Stat schössen und mit Rechte in der Stat Rechte ligen und Besiczczer desselben Gutes sullen Burgerrecht in der Stat haben und alles, daz di Burger czu Rechte haben, daz Recht sullen si haben ebicclich und daz selbe Gut sal man vor Erberichter der Stat vor eyner gehegeten Banc in der Stat Dinge uflazen und der selbe Richter sal daz Gut von der Stat wegen rechen und inwisen, di gekouft han daz Gut5). ',

    Dise Gobe und dise Recht wir von unser furstelichen Mildekeit geneme und gewis habende sin und wollen, daz man si in unser Stat czu Glogow ebicclichen balde und haben sy diselben Recht mit disem Brife und mit unserme Ingesigil be- festent (sie !) und bestetiget. Daz ist gesehen czu Glogow in eyme vollen Rate uf dem Rathuse. Dirre Brif ist geschriben und gegeben in deme Jare nach Gotes Geburt tusent Jor drye hundert Jor und czwey Jor. Daz geschach acht Tage vor sente Laurentius Tage, da sin geginwortik gewest unse getrewen Man, Her Dy- therich von Sydlicz, Her Sulke von Lessotendorf, Petro von Porsicz, Her Wernher

    *) Vergl. eben S. 213 ff.

    ') Sogen. Schlee. Landrecht. III. 1. 27.28. (Böhme. IV. 77. Vergl. Polmann. IX. 15.26.) Allen Juden ist alleczeyt verboten, das se uf kein vych noch uf pferde sullen lyhen trenne bey thage noch dem ufgange der sunnen mit wissen Juden und Cristen wo her dy dozu nicht enhat, do sal her seyne pfennynge an vorlysen. Nympt her aber das vych mit Wis senschaft, so enschadit is im nicht also das her das behalde uf Moyses buch, das her das zu der czeyt nicht gewust habe, ab is yn untat genomen were. (Prag. Cod.)

    *) S. oben S. 193. *) S. oben S. 208. s) S. oben S. 254.

    446 Urkundenbuch.

    von Dey г, Conrat von Kummernic, Heynrich Judeo (sie!) von Gregorsdorf, Sy- mon der Voyt von der Stynaw und Her Friederich von Bunthense unse oberster Schriber.

     
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