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FondHofburgpfarre, Wien (1285-1763)
  1. Stiftsgeschichte
  2. Die Hofburgpfarre (Hofburgkapelle). (…) Die Burgkapelle reicht als geistliche Institution sicher schon in die Babenbergerzeit zurück (Vgl. auch Moriz Dreger, Baugeschichte der k. k. Hofburg in Wien, 1914, S. 2ff. Und Bd. I S. 125*.). Die erste erhaltene Urkunde ihres Urkundenarchivs stammt aus dem Jahre 1298, die erste urkundliche Erwähnung einer Hofkapelle aus 1280. Herzog Albrecht I. (1282-1308) gilt auch als ihr Stifter, der die Kapelle reichlich mit Gütern bedachte (…). Seit der Mitte des 15. Jahrhunderts wird der Burgkapellenkaplan auch als "Pfarrer zu Hof" genannt und von der Kapelle als Pfarre gesprochen, ohne dass bis jetzt eine Exemtion von der Pfarre St. Stephan nachweisbar wäre (Die urkundliche Nachricht aus 1221, wonach St. Michael damals schon Pfarre gewesen sei, ist eine Fälschung. Vgl. Dreger I c. S. 4f. und O. Freiherr von Mitis, Studien zum älteren österreichischen Urkundenwesen, S. 341ff.).Durch Verordnung des fürsterzbischöflichen Ordinariats vom 31. Dez. 1919 (Siehe R. Geyer, Handbuch der Wiener Matriken, S. 45 Anm. 1.) wurde die Hofburgpfarre aufgelöst.

  3. Bestandsgeschichte
  4. Es ist natürlich, dass sich bei diesem uralten Zweig des Hofdienstes auch ein Archiv angesammelt hat, das seinem Alter gemäß ein Urkunden- und ein Aktenarchiv ist. Die erste Aktenablieferung ins StA. erfolgte im Jahre 1909 im Zusammenhang mit der des Obersthofmeisteramtes; sie brachte keine geschlossenen Reihen von Akten, Kanzlei- und Matrikenbüchern, sondern lediglich vier Kartons Varia von 1783-1847. Bei der Liquidierung des Hofärars 1918-1921 wurde auch das Archiv der Hofburgpfarre in den Kreis der zu liquidierenden Hofarchive mit einbezogen. 1921 gelangten demnach 82 Stück Urkunden aus den Jahren 1298-1763 zur Ablieferung. Sie wurden von Stowasser repertorisiert und aufgestellt (vgl. den von ihm verfassten Archivbehelf 379 a). Das Archiv der Hofburgkapelle hatte früher auch noch etliche Urkunden enthalten, die sich auf das St. Augustinerkloster zu Baden aus der Zeit von 1285-1359 bezogen. Diese fehlten bei der Übergabe. Reinöhl stellte dem Archiv seine von ihm früher angefertigten Abschriften zur Verfügung, die den Urkunden angereiht wurden. Akten gelangten keine zur Ablieferung. Eine eigene Bewandtnis hat es mit den bis in das Jahr 1619 zurückreichenden Matrikenbüchern. Noch im Jahre 1901 hatte der bekannte Genealoge August von Doerr nach Entlehnung an das StA. durch Vermittlung Siegenfelds von den älteren Bänden die Bände A A, B B, C C (die ältesten), D D benützt. Diese Matriken gelangten aber 1921 nicht zur Ablieferung, offenbar deswegen, weil sie inzwischen an die Pfarre St. Augustin übergegangen waren, welche den Pfarrsprengel der (…) aufgelösten Hofburgpfarre zu übernehmen hatte. R. Geyer aber verzeichnet in seinem oben genannten 1928 erschienenen Buch den ältesten Band B B als fehlend; es wurde auch schon 1922 in Erfahrung gebracht, daß von dem Gesamtbestand von Matriken nicht sämtliche bei St. Augustin vorfindlich waren, eine Feststellung, die 1935 anläßlich einer Anfrage über Kinder des Erzherzogs Johann auch für die neuere Zeit eine Bestätigung fand. Der Schriftenwechsel des Obersthofmeisteramtes mit der Burgpfarre liegt in der Rubrik 31 des Archivs des Obersthofmeisteramtes.

  5. Folgende Ausführungen zur Stifts- und Bestandsgeschichte sind aus:
  6. Walther Latzke: Die Klosterarchive, in: Inventare österreichischer staatlicher Archive. V. Inventare des Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchivs. 5. Gesamtinventar des Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchivs. Zweiter Band des Gesamtinventars. Wien: 1937, S. 318f.

  7. Benützte Editionen/Regestenwerke
  8. HHStA, Repertorium XIV/1 und XIV/2.