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FondGurk, Bistum (903-1478)
  1. Bistumsgeschichte
  2. Das Bistum wurde 1072 als erstes der Salzburger Eigenbistümer gegründet. Sitz des Bischofs war Gurk in Kärnten. Als materielle Basis diente ein von Erzbischof Gebhard aufgelassenes Nonnenkloster (Stift Gurk), das 1043 die Gräfin Hemma von Gurk gestiftet hatte. Hemma gilt daher als eine der Gründerinnen des Bistums. Als erster Bischof wurde Günther von Krappfeld geweiht. Der Gurker Bischof sollte voll von Salzburg abhängig sein und für den Erzbischof als Vikar fungieren. Erst 1131 erfolgte die Zuteilung einer kleinen Diözese. Durch großangelegte Urkundenfälschungen wurde versucht, aus der Umklammerung Salzburgs zu kommen, was aber misslang. 1123 gab Hiltebold, der dritte Bischof von Gurk, seinem Domkapitel die Augustinus-Regel. 1787 wurden die Domherren von der Augustinus-Regel durch Bischof Franz Altgraf von Salm-Reifferscheidt wieder entbunden, und Bischofsitz und Domkapitel wurden nach Klagenfurt verlegt. Damit hörte das Stift Gurk zu bestehen auf. Sitz der Bischöfe war jahrhundertelang Schloss Straßburg (bis 1783), danach für kurze Zeit Schloss Pöckstein. Dem Dom zu Gurk kommt höchste künstlerische Bedeutung zu. Überdies lebt heute wieder eine klösterliche Gemeinschaft dort.

  3. Bestandsgeschichte
  4. Die Originale der Bistums-Gründungsurkunden Alexanders II. vom 21. März 1070 und Heinrichs IV. vom 4. Febr. 1072 für Gurk befinden sich heute im StA. Die nach den Ausstellern (den Bischöfen von Gurk) benannte Gruppe Gurk des Wiener Schatzgewölbes enthält Urkunden, die zum Teil aus dem österreichischen herzoglichen Schatzgewölbe, zum Teil aus anderen Archiven, besonders dem der Grafen von Ortenburg, stammen mögen und endlich zum Teil wohl auch Gurker Provenienz sind, wie die Lehenbriefe der Bischöfe. 1564 wurden die nach Bistümern und Klöstern benannten Abteilungen des Wiener Schatzgewölbes im Hinblick auf den praktischen Wert der Urkunden nach territorialen und dynastischen Gesichtspunkten zwischen dem Kaiser und Erzherzog Karl geteilt. Die Abteilung Gurk kam hierbei zur Gänze nach Graz.

  5. Folgende Ausführungen zur Bistums- und Bestandsgeschichte sind aus:
  6. Inventare österreichischer staatlicher Archive. V. Inventare des Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchivs. 6. Gesamtinventar des Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchivs. Dritter Band des Gesamtinventars. Wien: 1938, S. 25 und 92.

    Joachim Angerer: Stifte und Klöster in Bayern, Österreich und der Schweiz. Augsburg: 1987, S. 281

    http://de.wikipedia.org/wiki/Di%C3%B6zese_Gurk

  7. Benützte Editionen/Regestenwerke
  8. HHStA, Repertorium XIV/1.