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FondGöss, Benediktinerinnen (1187-1496)
  1. Stiftsgeschichte
  2. Das älteste Kloster der Steiermark, zugleich die einzige reichsfürstliche Abtei in Österreich, war das berühmte Benediktinerstift Göss bei Leoben, gegründet um das Jahr 1000. Das reich begüterte Stift war ein wichtiges Kulturzentrum (Gösser Ornat in Wien!). Joseph II. hob es 1782 auf und machte es zum Sitz des neugeschaffenen Bistums Leoben, das aber nicht lange bestand. Von der ursprünglichen Stiftskirche hat sich noch die Krypta erhalten, der heutige Kirchenbau ist ein höchst interessantes Denkmal der Spätgotik. In den Stiftsgebäuden ist zum Teil die bekannte Gösser Brauerei untergebracht. Im Jahre 1686 erschien in der Steiermark eine anonyme, wahrscheinlich von einem Geistlichen herrührende Denkschrift (...), in der die Anregung gegeben wird, von jedem Orden ein bis zwei Klöster aufzuheben und ihr Vermögen zur Fortsetzung des Türkenkrieges zu verwenden. Auch das Kloster Göß wird u.a. hierfür vorgeschlagen.

  3. Bestandsgeschichte
  4. Zwischen 1783 und 1786 kamen die Urkunden der Benediktinerinnen zu Göß an die Hofbibliothek, wo man sie von 1786-1790 gemeinsam mit vielen anderen Urkundenarchiven inventarisierte. 1811 gelangten die Urkunden des Klosters Göß an das StA, wo man bald darauf auch Abschriften von ihnen anfertigte. Zwischen 1869 und 1871 wurden sie - mit Ausnahme von 4 Stück, die man irrtümlich zurückbehielt - gemeinsam mit allen anderen steirischen Klosterurkunden des StA. an das Grazer Landesarchiv ausgeliefert.

  5. Folgende Ausführungen zur Stifts- und Bestandsgeschichte sind aus:
  6. Paul Kletler: Die Urkundenabteilung bzw. Walther Latzke: Die Klosterarchive, in: Inventare österreichischer staatlicher Archive. V. Inventare des Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchivs. 6. Gesamtinventar des Wiener Haus-, Hof- und Staatsarchivs. Dritter Band des Gesamtinventars. Wien: 1938, S. 125, 306, 351f. und 373.

    Floridus Röhrig: Alte Stifte in Österreich. Band II: Steiermark, Kärnten, Salzburg, Tirol, Vorarlberg. Wien, München: 1967, S. 68.

  7. Benützte Editionen/Regestenwerke
  8. HHStA, Repertorium XIV/1 und XIV/2.