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Charter: Illuminierte Urkunden 1335-1345_Palermo
Signature: 1335-1345_Palermo
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1335-1345, Avignon
Bischofsammelindulgenz für S. Maria delle Giummare in Sciacca.
Source Regest: FWF Projekt P 26706-G21 "Illuminierte Urkunden"
Bearbeitungsstand: MITTEL
 

Original
Current repository
Palermo, Archivio di Stato, Tabulario di Santa Maria delle Giummare, TSMGi 02




    Graphics: 
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    • Materielle Beschreibung: 
      Historisierte Avignoner Bischofsammelindulgenz: Dreiteiliges Bildfeld (Miniatur) zu Textbeginn, links am Rand grosses Bildfeld darunter. rechts texthohes Bildfeld. Die Bildfelder werden so miteinander verbunden gewesen sein, dass ein Rahmen um das Textfeld entsteht (Rahmentyp). Erste Zeile in Auszeichnungsschrift mit vier farbig betonten Buchstaben in Initialfeldern, im Textblock drei einzeilige der gleichen Art.
    • Neun Zeilen hohe Miniatur, mit der Feder gezeichnet und mit Deckfarben ausgemalt. In das Textfeld eingepasst, wohl ehemals quadratisches Bildfeld mit stehender gekrönter Maria mit Kind in der Mitte, am Boden zwei nicht identifizierte Gebilde, vor kariertem Mustergrund, flankiert von zwei schmalen Feldern mit Engeln, die auf einem ausgezackten Blatt stehen. Links am Rand unter der Miniatur ein kniender Beter mit Schriftband: „Exaudi me m(ate)r misericordie“. Rechts Johannes der Täufer mit Lamm-Gottes-Scheibe, beide unter gebogten Arkaden. U(niversis) wie die drei anderen Initialen der ersten Zeile wohl in quadratischen Feldern wie auch die beiden Initialen im Textblock.
    • Die Miniatur ist einmal herausgeschnitten gewesen (s. auch 1335 für Cogolo), wurde jedoch wieder an die Urkunde angenäht. Erhaltungszustand schlecht: an allen Rändern, insbesondere oben, Verluste. Text nicht mehr lesbar. Es scheint, als sei die Urkunde lange Zeit dem Tageslicht ausgesetzt gewesen, denn insbesondere die Farbe der Hintergründe, bei der es sich um ein Rosa gehandelt haben möchte, ist ausgblichen. Eventuell die Malerei in der Hauptminiatur zu einem späteren Zeitpunkt mit grünschwarzer Tinte übergangen.
    • Stil und Einordnung: 
      Es scheint, als hätte es sich bei der bisher südlichsten (Sizilien) der uns bekannten Bischofsammelindulgenzen vom Layout her um eine des Rahmentyps gehandelt, denn sowohl das Bildfeld des Beters wie das des Johannes schliessen oben rechteckig ab. Rechts oben, wo noch ein bisschen mehr Pergament erhalten ist, kann man zudem ein paar Kreuze ausmachen, die auf eine quadrierte Hintergrundgestaltung des oberen Bildstreifens schliessen lassen.
    • Die Indulgenz für Giummare gehört dabei zu den wenigen, die ein Bildfeld anstelle der Initiale einsetzen; die erste bekannte ist diesen Typs ist 1333 Februar 23 für das Johannesstift in Osnabrück (dort mit einer thronenden Maria mit den vier Evangelistensymbolen) gefolgt von 1335 Juli 5 für Zeven (mit einer Schutzmantelmadonna). Als bisher spätestes Beispiel ist 1343 Mai 6 für Herlanzhofen zu nennen, doch handelt es sich dabei um eine Dekoration beim Empfänger. Vom Sujet her, der stehenden Maria mit flankierenden Engeln, wäre es nicht notwendig gewesen, ein solches Bildfeld einzurichten, denn wie beispielsweise 1335 Jänner 11 für Gerhard Chorus und das Kloster Burtscheid praktiziert, konnte man sogar flankierende kniende Gestalten gut in den Schäften unterbringen.Offenbar wollte man die durch Buchstabenschäfte und Binnenfeld gewohnte Form der Dreiteilung (wie ein Trriptychon) nicht aufgeben. Mit letzterem Ablass ist dieses Stück auch wegen des prominent knienden Beters zu vergleichen.
    • Ungewöhnlich sind die Blätter als Standfläche für die Engel, sie mögen sich aus den Akanthusblättern herleiten, die gelegentlich die Buchstabenschäfte unten zieren, wie z. B. 1342 Februar 12 für Nenkersdorf. Aufgrund der Vergleichstücke erscheint die Datierung 1335–1340 wahrscheinlich.
    • Bei der Bischofsammelindulgenz für Giummare muss es sich um ein bemerkenswertes Stück gehandelt haben, dass dezidierte Auftraggeberwünsche berücksichtigte. Freilich lässt der bedauernswerte Erhaltungszustand keine stilistische Einordnung zu, doch wird es sich bei dem Ausführenden um ein begabtes Mitglied der Werkstatt der Avignoner Bischofsammelindulgenzen gehandelt haben, nämlich den Illuminator mit dem kleinteiligen Mustergrund.
    • Gabriele Bartz
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    Places
    • Avignon
      • Type: Ausstellungsort
    • Frankreich (Kurie)
      • Type: Region
    • Italien
      • Type: Region
    • Sciacca
      • Type: Empfängerort
     
    Keywords
    • Illuminated Charters: Niveaus:
      • N1: historiated
      • N1: Panels
      • N1: Borders
      • N1: with Additional Colours
      • N1: painted
    • Illurk-Urkundenart:
      • Bischofsammelindulgenz
    • Glossary of illuminated charters (in German):
      • Historisierte Avignoner Bischofsammelindulgenz
      • Rahmentyp
      • Das Layout der Avignoner Bischofsammelablässe
      • Dekoration beim Empfänger
      • Werkstatt der Avignoner Bischofsammelindulgenzen
      • Illuminator mit dem kleinteiligen Mustergrund
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