useridguestuseridguestuseridguestERRORuseridguestuseridguestuseridguestuseridguestuseridguest
Charter: Illuminierte Urkunden 1333-02-23_Osnabrueck
Signature: 1333-02-23_Osnabrueck
Zoom image:
Add bookmark
1333-02-23, Avignon
Bischofsammelindulgenz (18 Aussteller) für Stift St. Johann in Osnabrück.

Tansfix des Diözesanbischofs.
Source Regest: FWF Projekt P 26706-G21 "Illuminierte Urkunden"
Bearbeitungsstand: MITTEL
 

Original
Current repository
Osnabrück, Niedersächsisches Landesarchiv – Standort Osnabrück, Rep. 5 Nr. 201




    Graphics: 
    x
    • Materielle Beschreibung: 
      Historisierte Avignoner Bischofsammelindulgenz: Miniaturfeld links oben am Rand, teils in das Textfeld eingepasst, darunter und gegenüber je ein Bildfeld am Rand. Oben Bildleiste für drei Büsten. Die Bildfelder sind so angeordnet, dass ein Rahmen um das Textfeld entsteht. Erste Zeile in Auszeichnungsschrift mit drei gerahmten Initialen in Flächendekor und Dornblatt im Binnenfeld. Im Text zwei vergrösserte zweizeilige Initialen der gleichen Art sowie vier hervorgehobene einzeilige Lombarden.
    • Der Bildstreifen links oben mit thronender Madonna mit Kind im Vierpass, umgeben von den Evangelistensymbolen; oben mittig Büsten: Christus als Schmerzensmann mit Leidenswerkzeugen, flankiert von Maria und Johannes. Links hl. Bischof, rechts Johannes d. T. mit Lamm-Gottes-Scheibe.
    • Stil und Einordnung: 
      Seit 1329 kann man eine ikonographische Diversifizierung bei der Illuminierung von Sammelablässen beobachten. In dieser Zeit wird auch das Layout mit dem rahmenden Bildstreifen entwickelt, das hier eine Sonderform des Rahmentyps präsentiert: Losgelöst vom Textfeld, wobei das Feld, das sonst der U-Initiale dient, weiterhin so gross belassen wurde (vgl. auch die wesentlich später entstandene Urkunde 1347 Juli 5 für St. Remigius in Borken.
    • Ikonographisch merkwürdig sind die Evangelistensymbole, sie würde man eher bei einer Majestas domini erwarten. Christus als Schmerzensmann taucht hier zum ersten Mal auf.
    • Der Ablass für das Johannesstift in Osnabrück nutzt die breiter angelegte Vorlage für Maria, die auch für Kirchberg etc. (1333 Jänner 18) verwendet wurde, die ihrerseits auf den Entwurf für Dinant (1330 September 1) zurückgeht. Der heilige Bischof entstammt der Vorlage, die auch für das Münster in Zürich (1332 September 1) benutzt wurde; ob die Fleurs-de-lys im Hintergrund einen ikonographischen Bezug haben, muss vorerst offen bleiben. Johannes d. T. ist so noch nicht begegnet. In der Länge ein wenig gestaucht, sind seine nackten Beine dennoch auffallend. Sein Postament in der Nische macht die etwas unmotivierte Standfläche beim Ablassbrief für Freiberg (Sachsen) begreiflich.
    • Interessant ist der Versuch, die Mustergründe im Dekor zu variieren; insbesondere das hinter dem hl. Bischof, das Fleurs-de-lys nutzt (vgl. die Fleurs-de-lys hinter dem Schmerzensmann bei 1347 Juli 5 für Borken).
    • Vom Dekor der Initialen zu schliessen, scheint der Illuminator französische Wurzeln zu haben; s. dazu die gut vergleichbaren Initialen 1332 Oktober 27 für Hohenberg (vgl. Werkstatt der Avignoner Bischofsammelindulgenzen).
    • Martin Roland, Gabriele Bartz
    x
    Bibliography
    Places
    • Avignon
      • Type: Ausstellungsort
    • Deutschland
      • Type: Region
    • Frankreich (Kurie)
      • Type: Region
    • NIedersachsen
      • Type: Region
    • Osnabrück
      • Type: Empfängerort
     
    Keywords
    • Illuminated Charters: Niveaus:
      • N1: historiated
      • N1: Panels
      • N1: Borders
      • N1: with Additional Colours
      • N1: painted
      • N2: Display script (with decorative character)
    • Illurk-Urkundenart:
      • Bischofsammelindulgenz
    • Glossary of illuminated charters (in German):
      • Historisierte Avignoner Bischofsammelindulgenz
      • Ikonographische Diversifizierung
      • Das Layout der Avignoner Bischofsammelablässe
      • Rahmentyp
      • Vorlage
      • Werkstatt der Avignoner Bischofsammelindulgenzen
    x
    There are no annotations available for this image!
    The annotation you selected is not linked to a markup element!
    Related to:
    Content:
    Additional Description:
    A click on the button »Show annotation« displays all annotations on the selected charter image. Afterwards you are able to click on single annotations to display their metadata. A click on »Open Image Editor« opens the paleographical editor of the Image Tool.