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Charter: Bludenz, Stadtarchiv 10059
Signature: 10059
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30. April 1466
Hans Rad tut kund, dass er von Gnaden Herzog Sigmunds zu Österreich zu Rankweil am angeführten Datum an des Reiches Straß an offenem verbanntem freiem Landgericht öffentlich zu Gericht gesessen und vor ihm erschienen sei der ehrbare Eglin Fryenegk, Bürger zu Feldkirch, welcher durch seinen Fürsprech Hans Büsel von Sulz vorbringen ließ, wie Vogt und Amtleute von Bludenz und Bürs durch den letzten vom freien Landgericht am 13. April ausgegangenen Urteilspruch verhalten worden seien, beim Gericht in Rankweil eine Anzeige zu machen, inwieweit der bewusste Eid von den Bludenzern und Bürsern abgelegt worden sei oder nicht; er verlange daher vom Gerichte diesbezüglich Aufschluss. Konrad Brügel und Jos, Stadtschreiber zu Bludenz, überreichen hierauf mit ihrem Für­sprech Hans Sturn, Landammann zu Rankweil, zwei besiegelte, vom Vogt zu Bludenz und vom genannten Konrad Brügel ausgegangene Briefe. Hans Rad tut kund, dass er von Gnaden Herzog Sigmunds zu Österreich zu Rankweil am angeführten Datum an des Reiches Straß an offenem verbanntem freiem Landgericht öffentlich zu Gericht gesessen und vor ihm erschienen sei der ehrbare Eglin Fryenegk, Bürger zu Feldkirch, welcher durch seinen Fürsprech Hans Büsel von Sulz vorbringen ließ, wie Vogt und Amtleute von Bludenz und Bürs durch den letzten vom freien Landgericht am 13. April ausgegangenen Urteilspruch verhalten worden seien, beim Gericht in Rankweil eine Anzeige zu machen, inwieweit der bewusste Eid von den Bludenzern und Bürsern abgelegt worden sei oder nicht; er verlange daher vom Gerichte diesbezüglich Aufschluss. Konrad Brügel und Jos, Stadtschreiber zu Bludenz, überreichen hierauf mit ihrem Für­sprech Hans Sturn, Landammann zu Rankweil, zwei besiegelte, vom Vogt zu Bludenz und vom genannten Konrad Brügel ausge­gangene Briefe. Der erste lautet: Lukas Näscher, Vogt zu Bludenz, bekennt, dass am Montag vor St. Phillips- und Jakobstag (28. April) 1466 folgende Personen den vom freien Landgericht zu Rankweil durch Urteil und Verbotsbrief vom 13. April 1466 in der Angelegenheit des Eglin Fryenegk und Hans von der Löwin anbefohlenen Eid geleistet haben (öfters wiederkehrende Namen wurden im Folgenden nur einmal angeführt): Theni Morgentag, Theni und Sigmund, seine Söhne, Dietrich Beck, den man nennt Zürch-Hans, und Konrat, sein Sohn, Caspar Gausner, Hans sein Sohn, Jos Felix, Lienhart Konzett, Stoffel Nigglin, Oschwalt, sein Sohn, Ulrich Runggiliner, Andres, sein Sohn, Hensli Knin, Jori Tanschott, Hainrich Pregentz, Werlin, Ulin Moses, Conrat Schmid, Herman Henggi, Caspar Metzger, Zschann von Zschais, Hans Atzger, Henslin Henggi, Heinz Kessler, Hans, sein Sohn, Ulrich Krain, Ulrich Montanaschg, Konrat Kessler, Hans Pfist, Thoman Egkhart, Henslin, sein Sohn, Sepp Mathlener, Simon und Ludwig, seine Söhne, Peter und Hans Vigenmund (?), Konrad Schmid, Hans Sabett, Ulrich Guterlin, Hans, sein Sohn, Claus Galär, Oschwalt Bärtlin, Oschwalt, sein Sohn, Herman Nigglin, Hans und Herman, seine Söhne, Ulrich Gutterli, Hans und Eglin Pauli, Claus Montanaschger, Jos von der Löwin, Hensli Stoffel, Arni Ruchhaus, Bentz Nifftler, Henslin Manogk, Hans Uelherr, Viner Jochin, Henslin und Sigmund Mutter, Gallus Gausner, Henslin Tiem, Hans Gausner, Hainrich Barbysch, Hans Wolff, Thoma Schellenberg, Hans Philipp, Ulrich, sein Sohn, Hans Garuot, Hans Lässer, Casper Kessler, Hanz Rutz, Hans Wältin, Heinz von der Löwin, Bernhart Vetterlin, Sahs Eberlin, Lentz Wüstner, Rudolf Weber, Casper, sein Sohn, Jos Schmid, UI von Aruns, Gabriel Palär, Andres Schaffrat, Hans Lorentz, Frydrich Büd, Frydrich, sein Sohn, Ulin Obdorff, Anderlin Mayer, Henni zer Lutz, Andres Winzurn, Hans Schatzmann, Henslin Bader, Andres Vinier, Hans Spitznagel, Peter Wylli, Theni Walser, Rudin Bipp, Jos Rugk, Claus Zindman, Rudolf Garnot, Niclaus Ratberg, Henslin Fetzi, Jos Huser, Stadtschreiber, Heinrich Scherr, alle Bürger oder Einwohner zu Bludenz; ferner Ulrich Spiess, Jos Bürgler, Henslin Sumer, Ulrich Karglin, Heinrich Gapp, Hens Fürer, Heinz Furryg, Heinz Eutt, Henslin von Frastentz, Ytal und Hans Kraft, Henslin Berchtold, Hans Most, Flenn Vysch, Claus Fürer, von Bürs. Der zweite Brief des Inhaltes: Konrat Prügel, Vogt zu Sonnenberg, von Gnaden und Befehl seines gnädigen Herrn Eberhart, Grafen zu Sonnenberg, Truchsess zu Waldburg, bekennt, dass am Montag vor St. Philipps- und Jakobstag (28. April) folgende Personen den Eid geleistet haben: Hainrich Prügel, Mynrat Sigmund von Bunn, Ulrich und Henslin Planck, Klaus Murrer, Hanni und Henslin Specht, Claus Kayser, Henslin Bürcklin, Claus Bamgarten, Ulrich Bentz, Hans Rutz, Claus Bumann, Cristan Müller, Cristan Stud, Henslin Bentz, Bentz Schegg, Hensli Helffenstain, Henslin Alaman, Jacob Schnider, Wylhalm Willi, Ulrich Henslin, Heinrich, sein Sohn, Ulrich von Frastanz, Henslin Gantenbain, Konrat Gavinitsch, Rudolf von Crist, Tiem von Frastanz, Hainz Hartman, Henslin und Cristan Brügel, des obgenannten Söhne, Lienhart Scherer, Ulrich Gampfer, alle sesshaft und wohnhaft zu Bürs im Dorfe. Nach Verlesung dieser Briefe verlangen Konrad Brügel und Lucas Näscher zu erfahren, ob die angeführten Personen nach Befolgung des Urteilspruches nun aller weiteren Ansprüche ledig und los wären. Dagegen lässt Eglin Fryenegk durch seinen Fürsprech erwidern, er könne das nicht zugeben, insbesondere nicht bezüglich des Jos, Stadtschreiber, welcher nach der früheren gerichtlichen Entscheidung den Eid beim hiesigen freien Landgericht abzulegen habe und nicht wie eine gemeine Person zu Bludenz, sondern mit anderen Vögten und Amtleuten. Dagegen antwortet Jos Stadtschreiber, dass zufolge des Urteilsspruches alle, welche zu Bludenz in die Stadt gehören, den Eid vor ihren Vögten und Amtleuten zu schwören hätten, und er sei diesbezüglich nicht anders als eine gemeine Person zu achten. Vormals sei er in der Sache als ein Machtbote abgeordnet worden, woraus hervorgehe, dass er wie die übrigen als ein „gemeiner Mann" anzusehen sei. Er habe sich beim letzten Landgericht bereit erklärt, zufolge des damals ergangenen Urteils den Eid zu schwören, und es wäre ihm auch sehr lieb gewesen, wenn man ihm denselben abgenommen hätte; er hoffe daher, dass es bei dem Eide, welchen er samt den andern abgelegt habe, verbleibe. Das Gericht entscheidet nun, dass Jos Stadtschreiber sowie alle andern, die den Eid geschworen, gegen Eglin Fryenegk ledig und los seien und sich in dieser Angelegenheit nicht mehr zu verantworten, hätten. Es werden sodann über Aufforderung des Richters jenen Personen, welche damals, als der Eid abgenommen wurde, nicht in den Ge­richten waren und denselben deshalb nicht ablegen konnten, ver­lesen. Es sind folgende von Bludenz: Ulrich Gapp und „ain Pfüffer" von Bürs, der Dräer, ein Schmiedknecht, genannt Loy, Klaus Fischkaiser von Satteins, Gallus Gausner, Knecht, Casper Jos und Henny Cuon, welche den Eid bis zum nächsten Gerichtstag nachträglich zu leisten haben: Eglin Fryenegk führt noch Klage gegen Lucas Näscher und Konrad Brügel als Vögte zu Bludenz und Sonnenberg, weil sie dem Verbotsbrief nicht nachgekommen seien, wie es ihre Pflicht als Amtleute gewesen wäre, was jedoch von den Beklagten in Abrede gestellt wird. Lucas Näscher nämlich sei während jener Zeit Richter und Schreiber zu Imst gewesen, während Konrad Brügel nicht als Amtmann, sondern nur wie ein anderer gemeiner Mann zu Bürs als Gewaltbote an der Sache beteiligt gewesen sei, weshalb sie beide dem Urteil gegen Hans von der Löwin nur wie die von Bludenz und Bürs nachkommen zu müssen vermeinen. Dagegen behauptet Eglin Fryenegk, dass sie bezüglich jenes Verbotsbriefes dieselben Obliegenheiten hätten wie die ihnen im Amte vorangegangenen Vögte und Amtleute, wenn sie sich auch darauf berufene würden, dass sie damals weder Vogt noch Amtleute gewesen seien und deshalb den Anhang ihrer Vorfahren nicht erben sollten.Das Gericht entscheidet folgendermaßen: Würden die genannten Personen einen Eid zu Gott und den Heiligen schwören, wie die Gemeinden zu Bludenz und Bürs dies getan, so sollten sie jedes weiteren Anspruchs ledig sein. Konrad Brügel erklärt sich nun bereit, den verlangten Eid zu schwören, auf welchen der Kläger jedoch freiwillig Verzicht leistet, worauf das Gericht den Geklagten für ledig und los erklärt. Bezüglich des Lukas Näscher macht Eglin Fryeneck durch seinen Fürsprech geltend, er hoffe nicht, dass derselbe zum Eid zugelassen werde, denn er sei ein „Ungehorsamer, ein Verrufter, ein eingeschriebener Ächter“ und könne als solcher ihm, dem Kläger, in Wehr und Rede nicht Antwort geben. Dagegen Lukas Näscher: Er hoffe, es werde ihm die Acht diesbezüglich keinen Schaden bringen, denn über seine Anfrage, ob er ihm die Acht vorhalten wolle, habe ihm dieser mit Nein geantwortet; wäre dies nicht geschehen, so hätte er sich in dieser Sache wohl zu verhalten gewusst, um der Acht ledig und zur Antwort zugelassen zu werden. Hans Bertsch, zu welchem er dies selbst gesagt habe, sei Zeuge, ihn möge man hören. Eglin Fryeneck besteht trotzdem darauf, dass Lukas Näscher nicht zum Eid zugelassen werde, womit das Gericht einverstanden ist, da Letzterer sich selbst ohne Widerrede als einen „offenen verruften, eingeschriebenen Ächter“ bekannt habe, weshalb er auch verpflichtet sei, den von Eglin Fryenegk auf 111 rheinische Gulden angesetzten Zuspruch zu entrichten. Eglin Fryenegk klagt ferner noch gegen Lienhart Kohler, Ammann zu Nüziders, welcher den gegen Hans v. d. Löwin erlassenen Verbotsbrief in seinen Gerichten, Zwingen, Bännen und Gebieten nicht gehalten habe. Zudem habe der Geklagte den Hans von der Löwin einer offenen Eisenschmiede „werhen" lassen. Dagegen rechtfertigt sich Hans Kohler: Als ihm der Verbotsbrief bekannt geworden, habe er seines Amtes gewaltet, den Brief vor der Kirche lesen und verbieten lassen, womit er genug getan zu haben glaube. Weiter habe er mit dem Ächter keine Gemeinschaft gehabt, weder in der Schmiede noch vor derselben, er habe denselben im Gegenteil weggehen geheißen und während der Zeit des Verbotes auch keinen Zins für die Schiede von ihm genommen. In der Fasten habe er mit ihm wieder zu werken angefangen. Wenn er den Ächter als Amtmann verboten habe, so glaube er weiter zu nichts mehr verpflichtet zu sein. Um in dieser Sache weiter Rat zu pflegen, nimmt sich das Gericht bis zum nächsten Gerichtstag ein Bedenken.  
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