Die Verfügbarkeit von Quellen ist eine grundlegende Voraussetzung für
historisches Arbeiten und eine gute Möglichkeit, diese zu unterstützen,
ist der Einsatz neuer Medien. Diese können jedoch nur das wiedergeben,
was »eingebracht« wurde und daher ist es unserer Meinung nach
notwendig, so viele Quellen wie möglich zu sichern, durch Editionen zu
erschließen und über Internet verfügbar zu machen.
Unser
Verständnis von Sicherung und Erschließung des »cultural heritage« ist
es außerdem, auch jene in diesen Prozess einzubeziehen, die dafür
Interesse aufbringen. Dabei muss jedoch Sorge dafür getragen werden,
dass die Qualität dieser Beiträge den aktuellen wissenschaftlichen
Kriterien entspricht. Das »Scriptorium« - also jener Ort, an dem
ursprünglich neue Schriftstücke angefertigt, aber auch alte
abgeschrieben wurden - soll als »virtueller Ort" von »MOM« dazu dienen,
Interessierte in die Erschließung von historischen Dokumenten unter
fachlicher Anleitung einzubeziehen. Wir laden besonders Studierende der
Geschichte dazu ein, sich am »Scriptorium« zu beteiligen und bislang
unbearbeitete Quellen durch Transkriptionen zu erschließen. Die von den
MitarbeiterInnen des MOM-Projektes redigierten und indizierten
Transkriptionen werden - selbstverständlich mit dem Namen der/des
Transkribierenden versehen - über Internet verfügbar gemacht .
Um
das wichtigste Handwerkszeug hierfür zu erlernen, finden ab Oktober
2003 kostenlose Kurse statt, in denen die hilfswissenschaftlichen
Grundlagen zur Herstellung von Transkriptionen vermittelt werden und
die Möglichkeit geboten wird, das zu bearbeitende Stück mitsamt dem
dazu gehörigen Klosterarchiv auch im Original zu sehen.
Nähere Informationen:
Mag. Heidemarie Specht (Diözesanarchiv St. Pölten: 02742 324 326, E-mail: archiv.bibliothek@kirche.at )
Wir freuen uns über Ihre Unterstützung !
Das Team des MOM-Projektes
© Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit